„Gott lässt sich nicht kaufen“

Kirche Pilgergottesdienst im Freien

Gemeindepfarrer Ulrich Finger leitete als „Hulderych de Fromholdeskerke“ den Pilgergottesdienst an der Guckelmühle. (Foto: privat)

Zu dem Familiengottesdienst unter freiem Himmel an der zwischen Münster und Weyer gelegenen Mühle mussten die Pilger von Münster und Weyer aus laufen.

Einen Stein von der „Fes-ten Burg“ Gottes zeigte Gemeindepfarrer Ulrich Finger, der in seiner Rolle als Pilger „Hulderych de Fromholdeskerke“ den Pilgergottesdienst leitete. Diese wertvolle Reliquie habe er bei einem Händler erworben, der nun versuche, mit „evangelischen Reliquien“ sein Geschäft zu machen, nachdem „dieser entlaufene Mönch zu Wittenberg sein Maul aufgerissen“ und ihm seine bisherigen Geschäfte verdorben habe.

Kritik am Ablasshandel

Mit spitzer Zunge und der bildhaften Sprache der Lutherzeit nahm Finger sowohl damalige Verhältnisse als auch moderne Auswüchse im Jubiläumsjahr der Reformation augenzwinkernd auf die Schippe. „Gott lässt sich nicht kaufen“, so unterstrich Ulrich Finger seine Kritik am Ablasshandel. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es in der Guckelmühle Raum für Begegnungen und Gespräche. (red)


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