„Mütterchen Russland“ eroberte die Herzen

Musik  St. Daniels Chor begeistert im Pflege-Kompetenz-Zentrum / Kirchenlieder und weltliche Melodien

Der Gesang von Sergej Tkachenko (v. l.), Sergej Eliseev, Vladislav Belikov und Sergej Arkhangalskij berührte die Konzertbesucher im Aßlarer Seniorenzentrum. (Foto: Pöllmitz)

Die Musik des 1990 im Moskauer Danilow-Kloster gegründeten Chor um Dirigent Vladislav Belikov bewegte die Zuhörer. Traditionell begannen Belikov (2. Tenor), Sergej Tkachenko (1. Tenor), Sergej Eliseev (1. Bass) und Sergej Arkhangelskij (2. Bass) ihr Konzert mit Johann Sebastian Bachs „Lobe den Herrn meine Seele“ nach Psalm 103. Neben russisch-orthodoxen Gottesdienstmelodien wurden auch auch Kirchenlieder wie „Ich bete an die Macht der Liebe“ gesungen. Im weltlichen Teil ihres mehr als einstündigen Programms kamen mit dem „Wolgalied“, den „Zwölf Räubern“ oder dem „Eintönig hell klingenden Glöckchen“ auch weltbekannte russische Melodien zum Tragen, die die Zuhörer berührten. Ob melancholisch-verträumt oder fröhlich-mitreißend „Mütterchen Russland“ eroberte die Herzen der Senioren. „Als künstlerischer Leiter des Sankt Daniels Chores bin ich zutiefst davon überzeugt, dass insbesondere der unerschöpfliche Schatz der Kirchenmusik und das Sich-Befassen mit geistlichen Werten es uns allen erleichtert, mit den Unbilden der Welt und des täglichen Lebens fertig zu werden. Vor allem aber muss Gott im Mittelpunkt unseres Alltagsleben stehen und unser Verhalten bestimmen“, sagte Vladislav Belikov.

„Kontaktpflege mit der älteren Generation“

„Unser besonderes Anliegen bei der musikalischen Tätigkeit ist auch die Kontaktpflege mit der älteren Generation, auch mit Menschen in Kranken- und Hospizhäusern, die auf Grund ihrer gesundheitlichen Situation unsere Konzert- und Gottesdienstauftritte nicht besuchen können“, so der Dirigent. Den Besuchern des Konzerts im Seniorenzentrum machten die stimmgewaltigen Herren deshalb ein schönes Geschenk, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. (hp)


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