4000 Kinder turnen in Marburg

LANDESKINDERTURNFEST Großes Breitensportfest im Juni 2014 / Vertrag unterzeichnet

Dass das Landeskinderturnfest im kommenden Jahr in Marburg stattfindet, haben gestern (vorne v. li.) Egon Vaupel, Rosel Schleicher, HTV-Vizepräsident Ulrich Müller und (hinten v. li.), Klaus Reese, Kirsten Fründt, Elena Möller und Daniel Ziegler (Vorsitzender HTJ) besiegelt. (Foto: Krause)

Rund 4000 Kinder und Jugendliche kommen im Juni zum Landeskinderturnfest nach Marburg und wetteifern - wie hier die Kinder beim Gauturnfest - in 18 verschiedenen Sportarten. (Archivfoto: Meistrell)

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Im Marburger Rathaus wurde gestern der Vertrag unterzeichnet, der besiegelt, dass die achte Auflage des Festes vom 20. bis 24. Juni an die Lahn kommt. Bei der Ausrichtung arbeiten die Hessische Turnjugend (HTJ), der Hessische Turnverband (HTV), der Turngau Oberlahn-Eder sowie die Ausrichterstadt eng zusammen.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sagte: "Das ist der Tag, auf den ich mich schon sehr lange gefreut habe". Denn, so das Stadtoberhaupt, auch wenn das Turnen nicht immer im Blickpunkt des öffentlichen Interesses stehe, sei es gleichwohl der Sport, den die meisten Kinder und Jugendlichen betreiben würden.

Das bestätigte die Präsidentin des HTV, Rosel Schleicher. Etwa ein Drittel der fast 600 000 Mitglieder in den Vereinen sei 14 Jahre und jünger. Dies sei die Altersgruppe, die das Turnfest anspreche. Turnen sei die Grundlage für jeden anderen Sport und ein wichtiges Ziel sei es, "für eine gesunde und bewegungsstarke Generation zu sorgen".

n Wettkämpfe in 18 Sportarten, dazu Kultur, Empfänge und Angebote für alle an der Lahn

"Es wird ein hoch qualifiziertes Spektakel werden", versprach Schleicher. Das Angebot umfasst 18 Sportarten und zeigt das ganze Repertoire des Turnsports, angefangen beim klassischen Geräteturnen über Trampolin bis zu Rope Skipping, die moderne Variante des Seilspringens. In allen Sportarten wird es Wettkämpfe geben, erläuterte HTJ-Vorsitzende Elena Möller.

Sportamtsleiterin Kirsten Fründt hob hervor, dass Marburg als Sportstadt prädestiniert sei für die Ausrichtung des Festes. 132 Sportvereine mit 24 300 Mitgliedern gebe es hier, alle großen Turnvereine aus der Stadt und dem Umland hätten  ihre Unterstützung zugesagt. Die Sportstätten mit dem Georg-Gaßmann-Stadion und den umliegenden Sporthallen im Marburger Schulzentrum eigneten sich hervorragend.

Am zweiten Veranstaltungsort wird der Breitensport an den Lahnwiesen bei der Uferstraße im Vordergrund stehen. Alle Marburger sollen beteiligt werden, deshalb gibt es auf der Turnfestmeile eine Vielzahl an Mitmachangeboten. Auch drei Bühnenshows sind geplant: zur Eröffnung, zum Abschluss und eine Turnfestgala am Samstag. Am Lahnufer werden zudem Sport und Kultur zusammengeführt. In Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Kultur gibt es "ein ganz rundes Programm", betonte Fründt.

Untergebracht werden die Teilnehmer in Marburger Schulen. 200 Klassenräume sind als Schlafzimmer vorgesehen, in die die jungen Sportler ausgerüstet mit Luftmatratzen einziehen. Betreut werden sie von lokalen Vereinen. Insgesamt werden rund 200 Helfer ehrenamtlichen an den drei Tagen ihren Beitrag zum Gelingen leisten.

Die heimischen Vereine werden ihr Bestes geben, versicherte Klaus Reese, Vorsitzender des Turngaus Oberlahn-Eder. Der Turngau mit seinen 157 Vereinen mit 26 500 Mitgliedern feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Das Turnfest ist erneut ein besonderer Höhepunkt, auf den man sich sehr freue, so Reese.

n Am Fest teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre aus Vereinen, die im Hessischen Turnverband gemeldet sind, Wettkämpfe können ab einem Alter von sieben Jahren bestritten werden. Ab Herbst bis zum 1. März 2014 sind Anmeldungen im Internet unter www.dtb-gymnet.de möglich.


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