Abkehr von Hollywood- Kischees

Von Nathalie Weidenfeld, die sich bislang eher als Autorin von Unterhaltungsliteratur einen Namen gemacht hat, die aber auch Dozentin für Filmtheorie an der Münchner Uni ist, ist ebenfalls bei Schüren "Das Drama der Identität im Film" (176 Seiten, 24,90 Euro) erschienen. Darin untersucht sie, inwieweit sich moderne europäische (Kunst-)Film vom klassischen Hollywood-Kino mit seinen festen Regeln unterscheiden. Die "Helden" von einst etwa sind zu weniger klar bestimmten Charakteren geworden, die sich treiben lassen. Zur Illustration ihres Ansatzes, der von konträren Menschenbildern ausgeht, die sich auch in der zeitgenössischen Philosophie finden, stellt Weidenfeld Hollywoodblockbustern wie "Matrix" und "Gattaca" europäische Klassiker wie Godards "Außer Atem" und Fellinis "Achteinhalb" gegenüber. Komplettiert wird der reich bebilderte Band durch Analysen von "Memento", "Antichrist" und "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Frühling".


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2012
Kommentare (0)
Mehr aus nGen unzugeordnet