Älter werden: Lust und Last

Schwester Käthe

(Foto: privat)

Hüttenberg Der letzte Vortrag in der Veranstaltungsreihe "Was heißt schon alt" lautete: "Von der Last und Lust im Älterwerden" aus christlicher Sicht.

Referentin war Schwester Käthe Müller aus Lohra. Birgit Hofmann aus Heuchelheim umrahmte die Veranstaltung mit Musik und Gesang.

Schwester Käthe stellte als erstes die Frage: Wann beginnt eigentlich das Älterwerden? Wenn die Kinder erwachsen sind? Wenn der Beruf beendet ist? Oder mit der Geburt? Ihre Antwort war, das Älterwerden beginnt schon nach der Geburt eines Kindes, dann sprechen wir vom Alter in Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. Wir beginnen mit dem ersten Lebenstag zu altern. So können sie ihre Kinder, Enkel und Urenkel in das Altern mit einbeziehen.

Sie teilte den Ablauf des Lebens in drei große Phasen ein: in die Jugendzeit, in die Mitte des Lebens und in das Älterwerden im engeren Sinn.

Es sind die drei Phasen, die den Jahreszeiten vergleichbar sind: Frühling, Sommer und Herbst des Lebens.

Heute wird vielfach auch von vier Phasen gesprochen, betonte Schwester Käthe und der Winter wird mit hineingenommen. Sie halte es gerne mit dem Schweizer Arzt und bekennenden Christen Paul Tournier, der den Einbruch des Winters mit dem Sterben vergleicht, wo das Leben zum Ruhen kommt, oder wo Menschen entschlafen.

Heute soll es erkennbar um das Älterwerden im Herbst des Lebens gehen - vom Seniorendasein.

Ja zum Leben, Ja zum Altern

Die Referentin hatte ihren Vortrag an Hand von sieben Sprichwörtern und Redensarten entfaltet. Das erste Sprichwort lautete: "Es gibt keine andere Möglichkeit lange zu leben, als alt zu werden." Das heißt, dass das Ja zum Leben auch das Ja zum Altern mit einschließt.

Sie betonte wie wichtig diese Phase ist, ihn als einen Weg zu sehen der begangen werden will. Sie machte den Zuhörern deutlich dass die Zeit des Lebensherbstes eine genau so wichtige Lebensphase wie die Jugendzeit und das mittlere Lebensalter ist.

(red)


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