Ärzte aufs Land locken

FORUM Kreis und Uni werben um Nachwuchs
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Professorin Erika Baum moderierte die Veranstaltung "Chance Landarzt", die die ärztliche Versorgung auf dem Land zum Thema hatte.

(Foto: Landkreis)

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Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung in ländlichen Regionen ist - auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels - ein wichtiges Thema. Unter dem Titel "Chance Landarzt" diskutierten Studierende der Medizin, Ärzte in Weiterbildung und niedergelassene Ärzte in Marburg. Eingeladen hatten der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seiner Initiative Gesundheitsregion und die Marburger Philipps-Universität. Das Ziel: Angehenden Ärzten das Berufsbild Landarzt und die Chancen dieser Form der ärztlichen Tätigkeit näherbringen.

n "Begeisterte Landärztin"

Die Studenten konnten sich aus erster Hand über den Beruf des Landarztes informieren. Berichte und Informationen aus der Praxis gaben dabei Michaela Kern, Hausärztin im Ebsdorfergrund und Lehrärztin an der Marburger Philipps-Universität, Gangolf Seitz, Hausarzt in der Gemeinde Lahntal und Lehrbeauftragter der Universität, sowie Martina Lommler-Thamer, die sich kürzlich als Landärztin niedergelassen hat.

Sie ist nach eigenen Angaben begeisterte Landärztin und vermittelte einpositives Bild von diesem ärztlichen Tätigkeitsfeld. Sie schätze auch das hohe Maß an selbstständigem Arbeiten, dass in einer Landarztpraxis bei guter Organisation möglich sei.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Professorin Erika Baum, Hausärztin und Leiterin der Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin der Marburger Philipps-Universität sowie von Ruth Glörfeld, die das Projekt Gesundheitsregion beim Landkreis Marburg-Biedenkopf leitet.

"Unser Ziel war es, ein Forum zu entwickeln, in dem vor allem Medizinstudierende, aber auch Ärzte aus dem Klinikum auf niedergelassene Ärzte treffen und sich über eine Niederlassung in der ländlichen Region informieren können", erläuterte Ruth Glörfeld.

Die Fragen der angehenden Ärzte bezogen sich dabei überwiegend auf die Bedingungen für eine Niederlassung, nach den Möglichkeiten einer Teilzeitbeschäftigung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, nach Gehaltsvorstellungen und Verdienstmöglichkeiten oder nach der Möglichkeit, auch befristet in einer Landarztpraxis tätig zu werden.

Nach Auskunft der niedergelassenen Ärzte, die den Studierenden Rede und Antwort standen, ist die Arbeitsbelastung bei guter Organisation oder etwa in Form von Gemeinschaftspraxen vertretbar, um auch Beruf, Familie und Privatleben untereinen Hut zu bekommen.


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