Algen und Schimmelpilz vermeiden

INFOABEND Expertin gibt Tipps, wie Eigenheime frei von mikrobiologischem Befall bleiben

Bürgermeister Lars Burkhard Steinz (CDU), Referentin Margit Fuehres, Jürgen Engelhardt und Manfred Ehlers (FWG) (von links). (Foto: Moos)

Fuehres unterhält in Bruchköbel ein Büro für Technischen Umweltschutz. Der Initiator der "Informationsreihe zu Energiefragen rund ums Haus", Diplom-Ingenieur Jürgen Engelhard vom Energie Effizienz-Forum Heuchelheim, begrüßte die 60 Besucher.

Die Informationsvorträge gibt es schon seit dem Jahr 2012. Die Themen für die Veranstaltung ergeben sich durch die Auswertung von Fragebögen, die von Besuchern ausgefüllt werden.

Bei ihrem Vortrag erläuterte Margit Fuehres den Unterschied zwischen Algen, die sich im äußeren Bereich an den Häusern entwickeln und Schimmelpilzen, die sich im Innern von Häusern befinden können.

Algen freuen sich über Umgebungsfeuchte von 80 Prozent, für Schimmelpilze reicht niedrige Feuchte aus

Algen freuen sich demnach über eine Umgebungsfeuchte von 80 Prozent und mehr, während für Schimmelpilze eine niedrigere Feuchte ausreiche. Tauwasser und Regen könnten schlecht präparierten Hausfassaden Schäden zufügen. Dagegen helfe ein öfter aufgebrachter Neuanstrich, sagte die Referentin. Auch zu dicht am Haus stehende Sträucher und Büsche könnten zu Algen führen.

Fuehres warnte auch vor dem Reinigen von Hausfassaden mit dem Hochdruckwassergerät, da der Putz damit ausgespült und für Algen aufnahmebereiter werde. So könne ein mikrobiologischer Befall gefördert werden. Wichtig seien auch saubere Dachrinnen und ungehinderte Wasserabläufe.

Trete im Haus Schimmelbefall auf, könnten schlechte Belüftung oder eine eingeschränkte Luftzirkulation die Ursache sein. Auch ein zu starkes Absenken der Raumtemperatur in der Nacht oder mangelhafte Baumaßnahmen seien Ursachen von Schimmelbildung.

Sei der Befall größer, sollte unbedingt ein Experte zugezogen werden. Kleine Flächen ließen sich vorsichtig mit Isopropanol angehen. Bei der Entfernung von Schimmelpilzen müsse aber große Vorsicht gewahrt und eine Staubfreisetzung vermieden werden. Auch wenn es Kosten verursache, sei es bei Algen oder Schimmelbefall einmal wegen der Gesundheitsschädigung und auch wegen der Wertminderung des Hauses sinnvoll, Experten zuzuziehen. Der nächsten Vortrag findet am 24. Februar um 19 Uhr statt.


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