Alles ist von Hand gemacht

TRADITION In Sterzhausen fängt der Frühling am Ostermarkt an

Die Sterzhäuser behaupten, der Frühling beginne, wenn der Volkstanz- und Trachtenkreis seinen Frühlings- und Ostermarkt macht. Jedenfalls gibt es hier mit die ersten Frühlingsgefühle des Jahres. Im Jahr seines 40-jährigen Bestehens wartet der Verein mit 43 Ausstellern auf. Das hochwertige Angebot sichert der Verein mit der Regel, dass nur selbst und von Hand Gefertigtes verkauft werden darf. Das gilt auch für das umfangreiche Kuchen- und Tortenbüfett, für Grüne Soße oder Spießbraten, Kartoffelsalat oder Wurst- und Schmalzbrot. Und dieses Jahr gibt es auch Backhausbrot aus dem neuen Dorfbackhaus.

Zum 40. Geburtstag des Volkstanz- und Trachtenkreises überreichte Erich Frankenberg, Bezirksleiter der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege, dem Vorsitzenden Rolf Klinge die Ehrenplakette.

Auch viele Aussteller aus dem Hinterland kommen jedes Jahr nach Sterzhausen. Margot Friebertshäuser aus Friedensdorf ist bekannt für ihre handbemalten Ostereier. "Als ich jung war, gab es im Dorf noch Leute, die das machen, da habe ich angefangen", erzählt die 79-Jährige. Auch Motive aus der Hessenstickerei, die sie ebenfalls beherrscht, kommen auf ihre kunstvollen Ostereier.

Mit Dekorationen und Blumengestecken wartet Doris Brand-Füssel aus Biedenkopf auf. Sie liebt den Markt, weil die Besucher schon da sind, wenn geöffnet wird; "Und es ist unglaublich, wie sich die Veranstalter um uns Aussteller kümmern. Wir bekommen immer ein kleines Geschenk und über den Tag bringen uns die Jugendlichen des Vereins Kaffee. Das Tollste ist das Ausstellerfrühstück für alle am Sonntag vor der Eröffnung. Wir können uns ja während des Tages kaum sehen, aber da können wir reden und Erfahrungen austauschen."

Von 10 bis 18 Uhr geöffnet

Betty Bösser (Holzhausen) ist auch jedes Jahr dabei. Ihre selbst gemachten Seifen sehen auch zum Anbeißen aus, zum Beispiel in Form von Tortenstücken. Korbflechter Horst Pfetzing aus dem Vogelsberg feiert in diesem Jahr 150 Jahre Korbflechterhandwerk in der Familie. Das selten gewordene Handwerk zieht jedes Jahr viele Besucher an, die auch Hilfe beim Reparieren alter, liebgewordener Stücke erhalten.

Neben Schmuck und Dekorationen gibt es auch ein originelles Bekleidungsangebot. Jacken und Westen aus Wollstoff, den sie aus dem Schwarzwald holt, näht Elfi Graf aus Stadtallendorf. Bei "Angefilzt" von Patricia Brodt aus Bracht geht es so bunt zu, dass man kaum weiß, ob man Kleidungsstücke oder Gemälde vor sich hat. Und die handgenähten Bären von Esther Kühn und Heike Walter aus Burg entführen dieses Jahr nach Afrika. So ist es kein Wunder, dass der Markt schon am Samstag sehr gut besucht ist.

- Heute ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet zwei Euro. Für Kinder gibt es im Keller eine Bastelecke und Kinderschminken.


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