Alpenverein hat fast 4000 Mitglieder

Bilanz Zuwachs wegen Kletterhalle

Leichte und schwierige Kletterrouten sind in der Halle des Deutschen Alpenvereins möglich. Bis zum „Gipfel“ sind es stolze 14 Meter. (Archivfoto: Hirsch)

„Die Halle hat Charakter, eine hohe Kundenakzeptanz und ein abwechslungsreiches Kletterangebot auf relativ kleiner Fläche“, sagte Christian Popien, unabhängiger Gutachter des Dachverbands, bei der Jahreshauptversammlung der Marburger DAV-Sektion. Über zwei Monate hinweg hatte Popien die Volksbank-Kletterhalle auf Qualität und Organisation geprüft.

„Der Betrieb ist vernünftig strukturiert mit einem vertretbaren und angemessenen Personalaufwand“, so der Gutachter. Die Halle sei wirtschaftlich erfolgreich gestartet. In den vergangenen Jahren seien die Einnahmen etwas zurückgegangen. Kunden würden Mitglied in der DAV-Sektion und bezahlten in der Folge weniger Eintritt, womit das Vereinsziel erreicht sei.

Die Reduzierung der Einnahmen sei aber kein Grund zur Sorge, weil die Kosten weiterhin gedeckt werden könnten. Die Halle habe eine solide Stammkundschaft, derzeit sind 515 Jahresabonnements abgeschlossen.

Es gibt Klettern für Behinderte, den Kids-Cup sowie eine neue Yoga-Gruppe, die sich sonntags trifft

Laut Schatzmeister Christian Altfeld steigt die Mitgliederzahl konstant. Im vergangenen Jahr seien netto rund 300 Mitglieder hinzugekommen. Ende 2016 waren insgesamt 3952 Mitglieder im Marburger Verein.

Vorsitzender Armin Schwiderski berichtete über die Kletterhalle, in der 2014 gegründeten Gruppe „No Limits“ für Menschen mit Behinderung seien erstmals Scheine ausgegeben wurden. Diese Scheine bestätigen, dass die Mitglieder beim Klettern im „Top- rope“ sichern können. Zudem startete im vergangenen Jahr eine neue Inklusionsgruppe, die von der Koordinierungsstelle „Inklusion bewegt“ mit 4000 Euro gefördert wurde.

2016 nahm der Verein zum zweiten Mal am Hessischen Kids-Cup teil, sagte Jugendreferent Nils Hahmann. In diesem Jahr soll die Veranstaltung am 10. Juni stattfinden, freiwillige Helfer werden noch gesucht.

Ausbildungsreferent Andreas Baumann erklärte, im vergangenen Jahr habe mit den jugendlichen Kletterern erstmals seit langer Zeit wieder eine Fahrt ins Ausland stattgefunden, 2017 wolle man für zwei Wochen in die französischen Alpen fahren.

Auch eine Yoga-Gruppe gibt es seit 2016 im Verein, berichtete Beisitzerin Ute Schwarz. Die Gruppe trifft sich Sonntagabends auf dem Waggonhallengelände, Ende des Monats startet ein neuer Kurs.

Schwiderski, der seit Gründung der Kletterhalle die Rolle des Vereinsvorsitzenden und des Betriebsleiters der Einrichtung in Personalunion ausübte, kandidierte bei den Vorstandswahlen nicht wieder. Der bisherige zweite Vorsitzende, Herbert Noll, ließ sich als Beisitzer wählen. So blieb die Vereinsspitze unbesetzt. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, für die noch kein Termin festgesetzt wurde, soll der Vorstand komplettiert werden.

Wiedergewählt wurden Christoph Altfeld als Schatzmeister, Nils Hahmann als Jugendreferent und Andreas Baumann als Ausbildungsreferent. Die drei Männer bilden nun vorerst den geschäftsführenden Vorstand. Als Beisitzer wurden Norbert Raschke, Marianne Peter, Ute Schwarz, Daniel Hauschild und Lars Opgenoorth wiedergewählt. Hinzugekommen sind José Domingo Garcia, Pierre Krummp. Ebenfalls nicht besetzt werden konnte die Position des Öffentlichkeits- und Medienreferenten.

Da der Dachverband die Umlagen erhöht hat, wurden die Mitgliedsbeiträge von 65 auf 69 Euro erhöht.

Insgesamt 71 Jubilare hatte der Vorstand für langjährige Mitgliedschaft zu ehren, von denen elf der Einladung gefolgt waren. Mit 44 Personen sind die meisten seit 25 Jahren dabei, 14 sind 50 Jahre und länger dabei, die längste zu ehrende Mitgliedschaft war 70 Jahre.


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