Alt und sicher am Steuer

INFOVERANSTALTUNG Senioren holen sich Tipps fürs Fahren

Fahrlehrer Ulrich Löhr informiert die interessierten Senioren über Neues aus der Straßenverkehrsordnung und wirbt für das Anlegen des Sicherheitsgurtes. (Foto: Homberg)

Das Ziel der Veranstaltung in Kooperation mit dem Aus- und Weiterbildungszentrum der Straßenverkehrsgesellschaft Hessen und dem Polizeipräsidium Mittelhessen: Ältere Autofahrer sollen eigenverantwortlich und selbstkritisch ihre Fahrtauglichkeit einschätzen, um sich selbst und andere zu schützen.

Polizist Andreas Düding stellte den Senioren das Präventionsprogramm "MAXimal mobil bleiben" vor. Die Aktion richtet sich speziell an über 65-Jährige. Der demografische Wandel (der Anteil der Älteren in der Bevölkerung wächst, d. Red.) mache ein solches Projekt nötig. Heute, sagte Düding, gehörten Senioren längst nicht mehr zum "alten Eisen", sie seien fit und würden aktiv am Leben teilnehmen. Jedoch könne es durch körperliche Einschränkungen zu Unsicherheiten in der Mobilität kommen. Aufklärung könne dazu beitragen, Probleme zu erkennen, darauf zu reagieren und so im Alter die Verkehrssicherheit zu steigern. Das sei das Ziel von "Max"

Es unterscheidet sich damit von der Aktion "Bob", die junge Fahrer im Blick hat: Während bei den 18- bis 24-jährigen überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol den überwiegenden Teil der Unfallursachen darstellen, würde bei den Senioren vor allem die Zunahme körperlicher Mängel wie schwächere Sehkraft, geringeres Reaktionsvermögen und nachlassende Beweglichkeit eine Rolle spielen.

Werbung für den Gurt: Schon ab Tempo 30 kann sich niemand mehr abstützen

Im zweiten Teil der Veranstaltung referierte Fahrlehrer Ulrich Löhr von der Straßenverkehrsgesellschaft: Obwohl der Straßenverkehr stetig zunähme, sänken die Unfallzahlen, sagte er. Er appelierte an die Gurtmuffel unter den Autofahrern, dass man sich schon bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h ohne angelegten Gurt im Fahrzeug nicht mehr abstützen könne. Auch lose Teile auf der Hutablage oder im Kofferraum könnten beim Bremsen zu Geschossen werden und zu Verletzungen führen oder gar den Fahrer erschlagen.

Löhr ging auch auf die veränderte Breite moderner Lastwagen ein, die mehr Platz benötigen. Wechselbrücken-Lkws hätten wegen der genormten Container, die sie befördern, heutzutage eine Breite von 2,55 Meter, dies müsse man vor allem im Begegnungsverkehr auf Landstraßen beachten. Schmale Landstraßen bis fünf Meter Breite hätten deswegen keine Mittellinie.

Löhr sprach auch richtiges Verhalten beim Fahren bei Gegenverkehr, Behinderung oder unvermeidbare Belästigung im Straßenverkehr an und gab über neueste Veränderungen in der Straßenverkehrsordnung Auskunft. Er gab auch bekannt, dass Autofahrer, die ihren Führerschein später im Januar 2013 bekommen, kein Trike mehr fahren dürfen. Dazu brauchen sie einen Extra-Führerschein.


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