Alte Lahnbrücke bleibt für Autos zu

ALTSTADT Stadtparlament entscheidet: Nutzung nur noch für Fußgänger

Auch künftig können Fußgänger ungestört über die Alte Lahnbrücke flanieren, für Autos bleibt das historische Bauwerk gesperrt. (Foto: Reeber)

Eine Nutzung durch Autos, so eine der Gründe für die Entscheidung, würde höhere Unterhaltungs- und Reparaturkosten bedeuten. Außerdem entfiele dann die Gewährleistung.

13 der 14 CDU-Stadtverordneten stimmten gegen die Sperrung, 39 Parlamentarier von SPD, Grüne, Freie Wähler und FDP sowie die beiden Stadtverordneten der Linken sowie ein CDU-Fraktionsmitglied stimmten dafür.

Der Entscheidung ging eine ausführliche Diskussion voraus, dafür wurde die sonst übliche Redezeitbegrenzung aufgehoben. Für die CDU kämpften Bernhard Noack und Christoph Schäfer für eine Öffnung der Brücke für den Autoverkehr. Das sei im Sinne der Altstadthändler und der Anlieger am Eselsberg. Außerdem habe das gesamte Parlament mit dieser Vorgabe 2010 die Sanierung der Brücke beschlossen. Und auch laut dem gültigen Verkehrskonzept werde die Brücke als wichtiger Zugang zur Altstadt gewertet.

Die Befürworter der Sperrung räumten ein, dass die Sanierung mit den steigenden Kosten und der Verschiebung des Pflasters kein Ruhmesblatt sei. Mit den Erkenntnissen von heute, darauf wiesen sowohl der zuständige Dezernent Harald Semler (FW) als auch Jörg Kratkey (SPD), Jürgen Weigel (Grüne), Christa Lefèvre (FW) und Matthias Büger (FDP) hin, gebe es zur Sperrung keine Alternative.

Für Fußgänger, die autofrei eine der schönsten Stellen der Altstadt, genießen können, sei dies ohnehin die bessere Lösung. Die Entscheidung steigere die touristische Attraktivität Wetzlars.

CDU kämpft für die Öffnung

Außerdem könnten Lahnstraße und Eselsberg auch über andere Zufahrten erreicht werden.

Ausgenommen von der Sperrung sind allein Einsatzfahrzeuge sowie Fahrzeuge der Brücken- und Gewässerunterhaltung.

Im Zusammenhang mit der dauerhaften Nutzung der Alten Lahnbrücke entschied das Parlament auch, die Beschilderungssysteme zu optimieren. Dadurch sollen sich Kunden und Touristen besser in der Altstadt zurechtfinden.


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Kommentare (1)
Wenn die Beschilderung verbessert werden soll, bitte auch mal deutlich machen, das der "sonder"Weg für Gehbehinderte Menschen ist. Einige Radfahrer bestehen darauf, das die ein Radweg ist.
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