Am liebsten luftgekühlt

Aufbereitung  Autohaus Zuth ist Fachbetrieb für historische Fahrzeuge

Kfz-Meister und Oldtimer-Experte Jörg Zuth schaut in seiner Werkstatt in Weinbach unter die Motorhaube eines silbermetallic-farbenen Porsche 912e, Baujahr 1976. (Foto: privat)

Das gilt für das Autohaus Zuth an der der Weilburger Straße in Weinbach, das seit drei Jahren offiziell als Fachbetrieb für historische Fahrzeuge zertifiziert ist.

Das Unternehmen wurde 1927 von Wilhelm Zuth gegründet, 1971 von Sohn Wilhelm und 2011 von dessen Sohn Jörg übernommen. Ausgeführt werden alle Dienstleistungen an allen Fabrikaten und ganz speziell für Fahrzeuge der Volkswagengruppe. Für die Marke Skoda existiert ein Servicevertrag.

Schon als 20-Jähriger hat sich Jörg Zuth für alte Autos interessiert und sich mit der Restauration von alten VW Käfern beschäftigt. Auch einen Karmann Ghia hat er in dieser Zeit unter anderem aufbereitet.

Aus den USA importieren

Als nun 41-jähriger Kfz-Meister hat er aus dem Hobby ein weiteres berufliches Standbein entwickelt. Er importiert alte Käfer und luftgekühlte Porsche aus den USA, bereitet sie auf und verkauft sie dann. Bevorzugt nimmt er Fahrzeuge, die beispielsweise aus den Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Texas oder Nevada kommen. Das dortige trockene Wüstenklima hat die Oldtimer weitgehend von Rost verschont.

Auch im Auftrag von Kunden macht sich Experte Zuth auf die Suche nach einem passenden Gefährt und wickelt den Import ab. Er kümmert sich um die Wartung und die TÜV-Abnahme. Zudem kümmert er sich um Schätzchen der Marke Audi.

Und natürlich hilft er Besitzern von Oldtimern, die ein Problem mit ihrem Fahrzeug haben. In seiner Werkstatt verfügt er über die passenden Werkzeuge und er hat die richtigen Kontakte, um Ersatzteile für die alten Autos zu besorgen.

„Wer beispielsweise einen alten Käfer oder einen alten Porsche auf Vordermann bringen will“, sagt Zuth, „muss bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen.“ Nicht selten haben solche Fahrzeuge zehn Jahre oder länger ungenutzt irgendwo herumgestanden. Sie bedürfen einer Generalüberholung, um sie erstens fahrtüchtig und zweitens zu einem Hingucker zu machen.

Oldtimer, die älter als 30 Jahre sind, müssen nach den Richtlinien der Hersteller instand gesetzt werden. Dabei wird auf Originalität großen Wert gelegt.

„Üblicherweise geht man bei der Aufarbeitung etappenweise vor“, sagt Zuth. Zudem sei es möglich, dass sich der Kunde an bestimmten Arbeiten beteiligt. (lu)


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