Anwohner vor Straßenausbau informieren

Ortsbeirat Mornshäuser beklagen den Zustand des Radwegs entlang der Salzböde

Die Salzbödebrücke bei der Mappesmühle soll für rund 200 000 Euro neu gebaut werden. (Foto: Piplies)

Zwar sind für 2017 im Rahmen des KIP-Investitionsprogramms für den Neubau der Salzbödebrücke bei der Mappesmühle 200 000 Euro sowie für die Sanierung der Brücke über den Mühlgraben bei der Hüttenmühle 47 000 Euro eingestellt. Bevor die Ausschreibungen für die Vergabe der Bauarbeiten beginnen, will der Ortsbeirat in einer öffentlichen Versammlung den Brückenentwurf sehen. Bei dieser Sitzung sollen auch Bürger und vor allem Landwirte, die das Bauwerk zukünftig nutzen werden, befragt und um eventuelle Verbesserungsvorschläge gebeten werden. Dies wurde Ortsvorsteherin Margarete Kuhrt aus dem Bauamt der Stadt Gladenbach auch fest zugesagt.

Der ständig zu Beschwerden führende Zustand des Radweges an der Salzböde hingegen wird noch einige Jahre weiterhin so schlecht bleiben müssen. Denn die angedachte Sanierung mit einer befestigten Asphaltschicht in Höhe von rund 200 000 Euro ist erst als geplante Investition für das Jahr 2019 vorgesehen, bedauerten die Mitglieder vom Ortsbeirat übereinstimmend. Dabei hatten die 200 000 Euro für den Radweg bereits im Etat 2014 gestanden, wurden aber wegen der mehr als angespannten Kassenlage wieder herausgestrichen, erläuterte Ortsvorsteherin Margarete Kuhrt.

Nach dem Haushaltsplan 2017 soll in diesem Jahr auch die Ludwig-Runzheimer-Straße endausgebaut werden. Da jedoch bis jetzt noch keine konkreten Planungen vorliegen, glauben die Ortsvertreter kaum an die komplette Umsetzung des ganzen Vorhabens in diesem Jahr, erklärte Manfred Schmidt für das Gremium.

Weil 80 Prozent der Kosten von den Anliegern getragen werden müssen, sollen die Häuslebauer ebenfalls Einsicht in die Planungen bekommen und eventuelle Verbesserungen vorschlagen dürfen.

Schnell ging es hingegen mit der Erneuerung der Heizungsanlage im Bürgerhaus in Mornshausen. Die Sanierung sollte eigentlich im Rahmen der KIP-Mittel ungesetzt werden, wurde auf Drängen vom Ortsbeirat noch 2016 durchgeführt.

Unzufrieden mit der Infopolitik der Stadt

Die Ortsvertreter von Mornshausen sind mit der Informationspolitik des Stadt Gladenbach unzufrieden. "Es könne ja wohl nicht angehen, dass wir überhaupt keine Rückmeldungen auf unsere Protokolle, Wünsch, Forderungen oder Verbesserungsvorschläge bekommen", erklärte Gudrun Rau für das Gremium.

Weder aus dem Magistrat noch aus den Abteilungen im Rathaus bekomme der Ortsbeirat eine Antwort. "Wir wissen gar nicht, ob die Wünsche und Beschwerden überhaupt angekommen und gelesen wurden oder ob eventuelle Arbeitsaufträge bereits umgesetzt und abgearbeitet werden", so Rau weiter.

Dabei wären die Frauen und Männer in dem ehrenamtlichen Gremium schon mit einer einfachen Antwort wie "Dafür haben wir aktuell kein Geld" zufrieden, erklärte Schmidt. (pp)


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