Auf Schusters Rappen "de Dill noff" wandern

FREIZEIT In sechs Etappen von der Quelle zur Mündung

Wanderführer Jürgen Scheiter (rechts) hatte ein Menge über das Dilltal zu berichten gewusst. (Foto: Pöllmitz)

Weil auch die Mundart der Region mit ihrem melodisch rollenden "R" im Blickpunkt stand, war das Motto "de Dill noff".

Vorsitzender Jürgen Scheiter hatte als Wanderführer eine Menge über die Menschen, deren Bräuche und Dorfnamen, aber auch über die Vielfalt der Industrie und die Landschaft zusammengetragen. Es wurden Museen besucht, Gasthäuser anmarschiert und vor allem darauf geachtet, dass die Wegstrecke für alt und jung bequem zu schaffen war. "Wir haben uns Zeit genommen, unsere Heimat hautnah kennenzulernen, hatten dabei eine Menge Spaß", so Scheiter. 48,1 Kilometer gibt der Routenplaner für die Autofahrt an, die über die A 45 in 42 Minuten zu schaffen sind. "Zu Fuß waren es etliche mehr, doch es hat uns keiner gereut", so Scheiter. Unterwegs konnten die Wanderer auch erfahren, dass die Menschen an der Dill, die Scheiter gerne scherzhaft als "Dilldappsch" bezeichnet, sehr friedlich, freundlich, weltoffen, pünktlich, sparsam und verlässlich sind und eine Menge Humor besitzen. Die Dill, die nach 55 Kilometern an der Wetzlarer Bachweide 147 Meter über 0 in die Lahn mündet, entspringt 1,8 Kilometer nordwestlich von Offdilln in einer Höhe von 567 Metern. Sie war einmal Deutschlands bedeutendstes Lachsgewässer und erhielt ihren Namen von den Kelten, die 500 v. Chr. hier siedelten. "Jäh, plötzlich und schnell fließend" lautet die Übersetzung und hat nichts zu tun mit dem bekannten Küchenkraut.


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