Auf Umbuchung bestehen

Reisen  Was bei der Annullierung von Air-Berlin-Flügen zu beachten ist

Es sei auf jeden Fall besser, eine Umbuchung zu verlangen als auf eigene Kosten einen Ersatzflug zu buchen.

Auf diesen Kosten bleiben Flugreisende wahrscheinlich sitzen. Sie müssen laut Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg über die Insolvenztabelle angemeldet werden – egal, ob die Flüge vor der Anmeldung der Insolvenz oder danach gebucht worden waren.

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Verbraucherschützer raten, kein Gepäck aufzugeben im Ernstfall bleibt Kunde auf Schaden sitzen

Wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten hat die Fluggesellschaft am Dienstag Dutzende Flüge abgesagt. Die Airline selbst teilte mit, den davon betroffenen Reisenden solle die „bestmögliche Reisealternative“ angeboten werden.

Außerdem wird nach dem 24. September das Karibik-Programm mit Flügen auf die Niederländischen Antillen, nach Cancún in Mexiko, Havanna und Varadero in Kuba sowie in die Dominikanische Republik ab Düsseldorf eingestellt. Hintergrund sei die im Insolvenzverfahren nötige Reduzierung der Langstreckenflotte.

Die Verbraucherschützer raten auch dazu, wenn möglich kein Gepäck mehr bei Air Berlin aufzugeben. Denn geht ein Koffer verloren oder wird er beschädigt, bleibe der Kunde wohl auf dem Schaden sitzen.

Air Berlin hatte angekündigt, keine Tickets mehr zu erstatten, die vor dem 15. August ausgestellt wurden.

An diesem Tag hatte die Fluggesellschaft Insolvenz angemeldet. Durch die Pleite zahlt die Airline auch keine Entschädigungen für Verspätungen oder Gutscheine mehr aus.

Auch das Vielfliegerprogramm Topbonus musste Insolvenz anmelden, Meilen lassen sich nicht mehr einlösen. (dpa/tmn)


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