"Bären" übergeben Thielmann-Radierung

GESCHENK Museum in der Hohen Schule hat nun Exponat vom in Herborn geborenen Maler

Das Herborner Museum hat mit der Radierung von Wilhelm Thielmann ein neues Exponat (v. l.): Joachim Wienecke, Frank Pletka und Rüdiger Störkel. (Foto: Gerdau)

Joachim Wienecke, Rüdiger Störkel und Heinrich Kunz vom Geschichtsverein standen bereit, um den Wissensdurst der Besucher um ihren Vorsitzenden Frank Pletka zu stillen.

Bild stammt von einer Auktion

Pletka hatte zudem ein Gastgeschenk dabei: Er überreichte eine Radierung des gebürtigen Herborners Wilhelm Thielmann (1868-1924), der als "Maler und Zeichner der Schwalm" in die deutsche Kunstgeschichte einging. Pletka hatte das Werk auf einer Auktion in Düsseldorf erworben und schenkte es nun dem Geschichtsverein.

Heinrich Kunz, der bereits vielen Besuchern als Stadtführer Herborn nahegebracht hat, ging in einem Referat ausführlich auf die Bedeutung der Hohen Schule ein. An vier Fakultäten - Theologie, Jura, Medizin und Philosophie - konnten sich gleichzeitig zirka 300 Studenten einschreiben. Die 1584 vom Dillenburger Grafen Johann VI. von Nassau gegründete Lehranstalt hatte zeitweise bis zu 120 ordentliche Professoren in ihren Mauern. Angesichts der Tatsache, dass Herborn gerade einmal 2000 Einwohner zählte, sei das ziemlich ordentlich gewesen.

Die der Hohen Schule angeschlossene Corvin'sche Druckerei brachte mit insgesamt 3000 gedruckten Exemplaren unter anderem die Piscator-Bibel heraus.

Joachim Wienecke erläuterte, dass die Hohe Schule trotz internationaler Reputation nie den Status einer Universität erhielt. Es fehlte entweder das Geld, um die auch damals begehrten Doktortitel zu vergeben, oder es sprachen religiös-politische Gründe des katholischen Kaisers dagegen.

Im Herborner Rathaus trafen sich am Ende alle Teilnehmer, um offene Fragen zu besprechen und sich zu stärken.


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