Bald freie Fahrt vom Dillkreis nach Marburg

BUNDESSTRASSE 255 Ministerpräsident Bouffier gibt die neue Ortsumgehung Weimar frei

Ministerpräsident Volker Bouffier (Mitte) hatte seinen Scherenschnitt zur Freigabe der B255-Ortsumgehung von Weimar als erster vollzogen.

Seit Mittwochmittag ist die Fahrt fast frei auf der neuen Umgehungsstraße. Nur oberhalb von Oberweimar sind noch Restarbeiten zu erledigen.

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Nach dem Schnee und Regen der vergangenen Tage taten die Sonnenstrahlen allen gut, die sich auf dem neuen Straßenstück der Ortsumgehung der B 255 von Ober- und Niederweimar nahe Wenkbach versammelten. Auch wenn die Redner in die Sonne schauen mussten, sie taten es angesichts dieses Freudentages von über 100 Festgästen und Zuschauer gerne. Vier Jahre nach dem Spatenstich ist ein 19-Millionen-Euro-Projekt vollendet - fast. Denn während im Lahntal die Politiker ihre Festreden hielten, waren zwischen Oberweimar und der Allnasenke die Bauarbeiter noch kräftig am wirken und sie werden es noch ein paar Wochen tun. Die Verbindung zwischen alter und neuer Trasse muss noch hergestellt werden. Gestern wurde eine Fahrbahn fertiggestellt, in den nächsten Wochen wird nun die zweite folgen, zugleich auch die Anbindung zu der Behelfsstraße gekappt. Damit bleibt es noch ein paar Tage bei der mit Ampeln gesteuerten einspurigen Verkehrsführung in diesem Bereich.

Den Reigen der Festreden durfte Staatssekretär Steffen Saebisch aus dem hessischen Verkehrsministerium eröffnen. Für die Bürger von Oberweimar werde der Durchgangsverkehr auf null zurückgehen, für die Menschen in Niederweimar reduziere sich die Belastung um rund 80 Prozent, stellte er die Bedeutung dieser Umgehung heraus und verkündete: "Was für ein schöner Tag für Weimar".

n Ortsdurchfahrten fallen weg

Dem schloss sich auch der Ministerpräsident an. Volker Bouffier (CDU) kennt als Gießener Bürger die Verkehrsprobleme in seiner Nachbarschaft. Mit dem Lückenschluss auf der B 3 vor gut eineinhalb Jahren und der jetzigen Freigabe der neuen Umgehung sei eine wichtige Anbindung der Region an das überörtliche Straßennetz vollzogen.

Natürlich gebe es immer auch Diskussionen um den Umweltschutz, zu dem aber zählt er auch die Entlastung von Menschen, wenn man den Verkehr aus engen Ortsdurchfahrten nehme. 

Die bessere Achse zwischen Sauerlandlinie (A 45) und der B 3 nannte Gerhard Rühmkopf, Baudirektor aus dem Bundesverkehrsministerium, als ein wichtiges Kriterium für die Unterstützung dieses Projektes. Für Landrat Robert Fischbach (CDU) verbessern sich nicht nur die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort, auch er selber wird von der Umgehung profitieren. Sein Arbeitsweg aus dem Hinterland ins Marburger Landratsamt führt über eben diesen Teil der B 255 und so werde er künftig ein wenig Zeit sparen, freute er sich gestern. Als außergewöhnliche Leistung würdigte es Weimars Bürgermeister Peter Eidam (parteilos), dass nun binnen zwei Jahren zwei große Straßenprojekte auf Gemeindegebiet vollendet werden konnten. Für ihn und seine Mitbürger gehe es nun auch darum, den Rückbau der B 255 in den Ortslagen mitzugestalten.

Hessen Ministerpräsident Bouffier durfte dann die Kolonne auf der neuen Trasse anführen. Allerdings bogen alle am Abzweig Kehna in Richtung Oberweimar ab, wo es noch einen kleinen Imbiss für die Festgäste gab. Die Freigabe der Straße für alle Verkehrsteilnehmer erfolgte dann im Laufe des Tages.

In Oberweimar wurden von HessenMobil durchschnittlich 7000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Durch Niederweimar fuhren täglich bis zu 13 000 Fahrzeuge, künftig sollen es noch 2000 sein.


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