Bergmannsroute ist spitze

TOURISMUS  Wanderweg in die Montangeschichte gehört zu den besten in Deutschland

Auf die Spuren der Montangeschichte führt die Bergmannsroute. (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Und auch die erneute Zertifizierung hat die Route, die eine Nebenstrecke des Lahnwanderwegs ist, überstanden: Wolfram Dette (FDP), Wirtschaftsdezernent des Lahn-Dill-Kreises, hat auf dem Eisenmarkt die Urkunde für die Bergmannsroute an Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) übergeben. Mit dabei die Leiterin der Abteilung für den ländlichen Raum, Margot Schäfer, die stellvertretende Leiterin der Wetzlarer Tourist-Information, Anja Zarge, und Wegepate Oliver Lauf, Ansprechpartner des Kreises für das Thema Landwirtschat und Forsten.

Die Bergmannsroute ist ein 26 Kilometer langer Themenwanderweg zwischen den Städten Wetzlar und Braunfels. Die 2012 eingerichtete Route erhielt 2014 das zertifizierte Siegel „Wanderbares Deutschland“. Sie beginnt in Wetzlar und verläuft zunächst entlang der Lahn bis zum Kloster Altenberg und weiter zur Grube Fortuna. Von der Stadt Leun aus durchquert sie das Lahntal und endet schließlich in Braunfels.

„Wir haben seit Jahren hervorragende Bilanzen für den Lahntalwanderweg, der als Premiumweg über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist“, sagte Dette. Der Zuspruch für das Wandern auf qualifizierten Wegen steige ständig und der Tourismus entwickele sich zunehmend zum Wirtschaftsfaktor . „Das hängt natürlich von der Attraktivität des Angebots der Kommunen und des Gastgewerbes ab“, wusste Dette. Die Bergmannsroute sei Teil dieses Angebots, die als Ergänzung zum Lahntalwanderweg an die besondere Geschichte der Region andocke.

„Vom 17. bis 20. Jahrhundert war unsere Heimat vom Bergbau geprägt und man findet seine Spuren bis heute, deshalb wurde dank vieler Partner diese Route auf den Weg gebracht“, so Dette. „Der Eisenmarkt bietet durch den montanhistorischen Bezug mit der Heiligen Barbara eine hervorragende Anknüpfung als Ausgangspunkt für die Route“, erklärte Wagner und und zog eine kleine touristische Bilanz: „Wir haben mit 219 000 einen deutlichen Anstieg der Übernachtungszahlen und auch die Zahl der Stadtführungen mit mehr als 19 000 ist gestiegen.“ In den vergangenen sechs Jahren sei ein deutliches Plus zu vermerken. „Wir sind auf bestem Wege und schauen immer, wo noch Luft nach oben ist.“

Themenweg hält die Erinnerung an 300 Jahre Bergbau in der Region am Leben

Neue Hotels unterstützten das Angebot und machten die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor deutlich. „Wir haben mit der Bergmannstour bewusst die Möglichkeit geschaffen, die zusammen mit dem Lahntalwanderweg 39 Kilometer in zwei Tagen zu erwandern“, sagte Margot Schäfer, die auch für die Stabstelle Tourismus vor Ort war. „Eingebettet in den Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus können die Nutzer unterwegs auch erfahren, welche Gesteine und Rohstoffe unter ihren Füßen liegen und finden in den Städten Wetzlar und Braunfels wie auch zum Beispiel auf dem Kloster Altenberg oder der Grube Fortuna ein umfassendes Angebot“.

Margot Schäfer dankte besonders den vielen ehrenamtlichen Wegepaten, die dafür sorgten, dass die Wege in Ordnung sind. „Wir sind stolz, dass wir die erneute Zertifizierung bekommen haben, denn die Kriterien sind streng“, erinnerte Schäfer. So muss der Weg zum Beispiel selbsterklärend sein, also ohne Karte nur anhand der Hinweisschilder nutzbar sein. „Die Wetzlarer Tourist-Information ist froh über die Bandbreite an Wanderwegen, weil hier ein großer Markt besteht“, schloss Anja Zarge.


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