Bernd Heine macht’s nochmal

POLITIK  86,01 Prozent stimmen mit Ja für Amtsinhaber / Wahlbeteiligung bei 35,92 Prozent

Ein ganz besonderer Moment für Bernd Heine am Wahlabend: Per Videobotschaft gratuliert seine Mutter dem alten und neuen Bürgermeister von Waldsolms aus dem Krankenhaus. (Foto: Keller)
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Um 19.12 Uhr stand das vorläufige amtliche Endergebnis fest: Von den 1394 abgegebenen Wählerstimmen votierten 1199 mit Ja und damit für eine weitere Amtszeit von Bernd Heine. 195 der insgesamt 3942 Wahlberechtigten sahen das anders, sie konnten allerdings nur mit Nein Stimmen – ein weiterer Kandidat war nicht zur Wahl angetreten. Nach 2012 ist es bereits die zweite Wahl, in der Heine allein angetreten ist.

In Kröffelbach wird am schnellsten ausgezählt / In Hasselborn holt Heine mit 89,7 Prozent das beste Ergebnis

Bereits kurz nach 18 Uhr wurde das erste Zwischenergebnis per Beamer im Sitzungszimmer des Rathauses auf Leinwand projiziert: die Briefwahlstimmen. 83,9 Prozent standen da für Heine. „Das ist doch schon mal ein guter Anfang“, scherzte der alte und nun auch neue Bürgermeister.

Kartonweise wurden die einzelnen Ergebnisse aus den sechs Ortsteilen ins Rathaus gebracht. Zuerst Kröffelbach, dann Kraftsolms, Hasselborn – hier holte Heine das beste Einzelergebnis mit 89,7 Prozent der Stimmen -, Weiperfelden, Brandoberndorf und schließlich noch Griedelbach.

Spätestens nachdem Brandoberndorf als größter Ortsteil ausgezählt war, genehmigte sich der Bürgermeister zusammen mit den gut 40 Anwesenden einen ersten kleinen Schluck Sekt.

Mit dabei, wie bei den vergangenen Wahlen, natürlich Frau Elke, die Töchter Vera und Anja sowie Heines Schwester mit Familie, die aus Kassel angereist war. Die Familie war es auch, die an diesem Abend sicher für den emotionalsten Moment des 58-Jährigen sorgte, als Schwager Norbert auf dem Smartphone eine Videobotschaft von Heines Mutter aus dem Krankenhaus vorspielte. Der Wahlsieger des Abends war für einen kurzen Moment zu Tränen gerührt.

Doch dann hatte Heine wieder viele Glückwünsche entgegenzunehmen. Allen voran natürlich von der Familie, von Mitgliedern aus Gemeindepolitik, den Amtskollegen Michael Peller (FWG/Schöffengrund) und Wolfgang Keller (parteilos/Braunfels) und auch Landrat Wolfgang Schuster (SPD) machte einen Abstecher nach Brandoberndorf, um seinem Parteigenossen zu diesem Ergebnis zu gratulieren.

„Als Sozialdemokrat bin froh, dass es keine 100 Prozent geworden sind“, scherzte Heine, der vor der Wahl betont hatte, dass sein größter Gegner vor allem eine niedrige Wahlbeteiligung sei. Die lag am Sonntag bei 35,92 Prozent. „Natürlich könnte es noch mehr sein, aber für eine Wahl mit einem Kandidaten und keiner weiteren Wahl, ist das ein tolles Ergebnis“, sagte Heine. Und auch über sein persönliches Ergebnis war der Rathauschef überaus erfreut. Denn er legte mit gut 86 Prozent Ja-Stimmen noch eine Schippe im Vergleich zur Wahl 2012 (83,4 Prozent) drauf.

Ein gutes Ergebnis für Bernd Heine und auch für Waldolms, waren sich die anwesenden Fraktionsvorsitzenden einig. „In schweren Zeiten für die SPD ein toller Erfolg und ein noch besserer für Waldsolms“, lobte Horst Watz (SPD) das gute Miteinander über Fraktionsgrenzen hinweg. „Wir freuen uns auf weitere sechs Jahre konstruktive Arbeit mit Bernd Heine als Bürgermeister“, sagte Stephan Paschke (Grüne). Und auch Reiner Portz (Die Blauen) sieht die Gemeinde mit Heine an der Spitze gut aufgestellt: „Die bisherige Zusammenarbeit war sachorientiert und wirtschaftlich erfolgreich, so wollen wir weitermachen und vielleicht die ein oder andere Vision für Waldsolms umsetzen.“


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