Betriebe bilden 41 Lehrlinge aus

BÄCKER-INNUNG Brot- und Brötchenprüfungen beweisen Qualität

46 Prozent der Brote und Brötchen aus der Bäcker-Innung haben bei der Qualitätsprüfung ein "sehr gut " erhalten. (Foto: Archiv)

Jörg Weigel (Kombach, links) und Clemens Jacobi (Niedereisenhausen) sind seit 25 Jahren Meister. (Foto: Frankenberg)

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Ferner hätten im vergangenen Jahr neun Prüflinge an der Zwischen- und elf Teilnehmer an der Gesellenprüfung teilgenommen. In diesem Zusammenhang wies Klaus Heck darauf hin, dass der Prüfungsausschuss der Bäcker-Innung Biedenkopf die Gesellenprüfung der Bäcker auch für die Marburger Innung vornimmt, während die Marburger Kollegen die angehenden Fachverkäuferinnen beider Innungen prüft.

Besonders hob er die Arbeit von Mario Huainig und dem Prüfungsausschuss "Bäcker" hervor. Heck forderte seine Kollegen auf, weiterhin auszubilden, denn damit könne die Qualität und die freundliche Bedienung bei den heimischen Bäckereien gesichert werden.

Dieser Qualitätsstandard spiegelte sich auch bei der Brot- und Brötchenprüfung wider, bei der 45,95 Prozent der Brote und 40 Prozent der Brötchen mit "Sehr gut" bewertet wurden. Mit "Gut" wurden 35,14 Prozent der Brote und 46,67 Prozent der Brötchen bewertet, berichtete der Obermeister. Die nächste Brot- und Brötchenprüfung findet am 10. und 11. April statt.

Zur wirtschaftlichen Lage führte Heck aus, dass der Umsatz leicht um 0,5 Prozent gestiegen sei. Zwar habe man beim Kleingebäck etwas verloren, dafür aber beim Feingebäck etwas zulegen können, während der Brotverkauf konstant geblieben sei. Gestiegene Kosten bei Personal, Energie und Getreide und die Billigangebote der Discounter machen den Fachbetrieben aber zunehmend das Leben schwer. Etliche Politiker hätten sich hierzu kritisch geäußert und betont, dass das wertvoll erzeugte Lebensmittel nicht verschleudert werden dürfe, so Heck.

Trotz der weiterhin hohen Rohstoffpreise und der gestiegenen Energiekosten sei es schwierig die Kostensteigerungen an den Kunden weiterzugeben, da "uns die Discounter im Nacken sitzen", so sein Einschätzung. Für ihn sei es schwer nachvollziehbar, dass Discounter ein Weizenbrötchen, das bei vielen heimischen Bäckereien 30 Cent koste, für acht Cent anbieten.

Obermeister befürchtet, dass sich der Gaspreis deutlich verteuert

Für die Zukunft machen dem Obermeister vor allem die steigende EEG-Umlage und die Krim-Krise mit der dadurch einhergehenden Verteuerung von Getreide und Gas die größten Sorgen. Eine neue Konkurrenz sieht Heck im Fernsehen, denn nach der Kochwelle gäbe es nun eine Backwelle. Der Innungsobermeister setzt in diesem Zusammenhang auf den Verbraucher: Denn Umfragen bestätigten, dass dieser bereit sei ein paar Cent mehr zu bezahlen, wenn er dafür Qualität und eine freundliche, fachkundige Bedienung erhalte.

In der Jahreshauptversammlung konnte der Innungsobermeister Jörg Weigel (Kombach) und Clemens Jacobi (Niedereisenhausen) für deren 25-jährigen Meisterjubiläum gratulieren und ihnen die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Kassel überreichen.


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