Betrüger muss ins Gefängnis

GERICHT  Sozialbeiträge und Steuern wiederholt vorenthalten

Das Urteil wurde wegen der verschiedenen Tatzeiträume in zwei Freiheitsstrafen von jeweils zwei Jahren und drei Monaten gesplittet, so dass dem Mann vier Jahre und sechs Monate Haft drohen.

Insgesamt hatte der Mann über Jahre hinweg Steuergelder und Sozialabgaben in Höhe von 105 000 Euro einbehalten. Er meldete seine Sicherheitsleute und andere Mitarbeiter zu spät oder gar nicht zur Sozialversicherung an und reichte zwei Jahre lang keine Umsatzsteuererklärung ein.

Wegen der gleichen Straftaten stand er immer wieder vor Gericht, erhielt aber bisher Bewährungsstrafen, deren Auflagen er nie einhielt. Nach jedem Urteil folgten direkt neue Betrugstaten, „wie ein roter Faden zieht sich das durch sein Leben“, befand der Vorsitzende Richter Dominik Best.

Der Masche schob das Schöffengericht nun einen Riegel vor. Für eine weitere Bewährung gebe es einfach zu viele Vorstrafen. Bereits in den Jahren 2011 und 2012 hatte der Geschäftsmann seine ständig wechselnden Mitarbeiter nicht angemeldet und sich der Beitragsvorenthaltung schuldig gemacht. Schon damals galt der Wiederholungstäter als mehrfach einschlägig vorbestraft, stand bereits unter Bewährung. Das Gericht drückte damals ein Auge zu und sprach eine weitere Bewährungsstrafe aus. Direkt nach der Verurteilung machte der Mann wie gewohnt weiter.


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