Biker sind im „Auftrag des Herren“ unterwegs

GOTTESDIENST  85 Motorradfahrer kommen nach Günterod

Die beiden Freunde Karl Reissig (links) und Michael vom Ende bei ihren Musikvorträgen. (Foto: H. Peter)
Zünftige Motorradkleidung ist bei diesem Gottesdienst obligatorisch. (Foto: H. Peter)
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85 Biker besuchten am vergangenen Sonntag den 13. Motorradgottesdienst der Freien evangelischen Gemeinde Günterod. Auf den beiden Parkplätzen und am Straßenrand reihte sich dabei Motorrad an Motorrad. Die Fahrer nutzten die Zeit vor dem Gottesdienst zum Aufwärmen bei einer Tasse Kaffee und Gesprächen mit Motorradfreunden.

In seiner Begrüßung stellte Hagen Thielmann, selbst passionierte Motorradfahrer, heraus, dass Motorradgottesdienste seltener werden. „Wir jedoch in Günterod halten mit dem 13. Motorradgottesdienst die Fahne hoch.“ Marlies und Hagen Thielmann führten durch das Programm des Gottesdienstes und begrüßten mit Michael vom Ende einen motorradfahrenden Prediger sowie dessen Freund Karl Reissig mit der gleichen Passion.

Michael vom Emde (Klavier) und Karl Reissig (Trompete) stimmten die Besucher mit verschiedenen Musikstücken der „Blues Brothers“ und „Amazing Grace“ auf diesen besonderen Gottesdienst ein. Michael vom Ende (Marburg-Gisselberg), Generalsekretär des Verbandes „Christen in der Wirtschaft“, berichtete, dass er erst in der dritten Saison als Motorradfahrer unterwegs sei und mit über 50 Jahren noch den Motorrad-Führerschein erworben habe. Seine Predigt stellte er unter das Motto: „Unterwegs im Auftrag des Herrn“ unter Zugrundelegung der Bibelworte „Der Knecht Gottes das Licht der Welt“ aus Jesaja, Kapitel 42. Unterwegs zu sein im Auftrag des Herrn, bedeute auch für „moderne Christen“ im Jahre 2017, Barmherzigkeit zu üben.

Nach dem Gottesdienst geht’s nach Weilburg

„Jesus ist barmherzig und Christen sollen darum barmherzig und nicht schreiend sondern leise in ihren Worten sein. Christen, die nur mit sich selbst beschäftigt sind, kann es nicht geben“, so der Prediger. „Vielmehr gilt es, einen Blick für den anderen zu haben, denn die Orientierungslosigkeit, angefangen im eigenen Leben, in der Familie, im Land und in der Welt, ist größer als wir denken“, erläuterte von Emde. Auch die sich diesem Gottesdienst anschließende Ausfahrt der Motorradfreunde könne solche Momente beinhalten.

Nach dem Gottesdienst starteten die Biker in sechs Gruppen auf unterschiedlichen Routen nach Weilburg. Am Nachmittag bildete das Gemeindezentrum wiederum die Anlaufstelle zum gemütlichen Kaffeetrinken und dem Ausklang der Veranstaltung.

Mit dem Erlös dieses Gottesdienstes wird das Kinderheim „Uricani“ in Rumänien bedacht. Dort ist nach dem Abriss von maroden Gebäuden der Aufbau eines neuen Hauses geplant. Das Heim wird über die Ost-Europa-Hilfe finanziert. (hlp)


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