Bouffier gegen Stellenabbau am Klinikum

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). (Archivfoto: Marc Tirl dpa/lhe)
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). (Archivfoto: Marc Tirl dpa/lhe)

Auch ein Klinikum muss nach Ansicht des Regierungschefs wirtschaftlich geführt werden. Einsparungen müssten aber aus ärztlicher Sicht vertretbar sein. Außerdem müsse es weiterhin eine hochqualifizierte Forschung und Lehre am Klinikum geben, sagte Bouffier, der die Kommunikationspolitik des Klinikbetreibers als "wenig sensibel" kritisierte. "Es ist jedenfalls ganz schlecht gelaufen." Das Land als Mitgesellschafter des Klinikums dürfe solche Maßnahmen "nicht aus der Zeitung erfahren".

Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) geht davon aus, dass die beim Stellenabbau genannte Zahl von 500 "vom Tisch" ist. Ohne die Mitwirkung von Ärzten und Universitätsleitung sei kein Stellenabbau im ärztlichen Bereich möglich, betonte sie.

Berichte über den drohenden Stellenabbau hatten vergangenen Woche unter Landtagsparteien, den Universitätsleitungen und der Belegschaft für große Empörung gesorgt. Die Landesregierung hatte das Klinikum im Jahr 2006 privatisiert. Das Land hält noch einen Anteil von fünf Prozent.


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