Büffeln, Rudern, Grillen

JUGENDSTÄDTEPARTNERSCHAFT Franzosen sind zu Gast in Weilburg

Die französischen und deutschen Schüler und die Mitglieder des Partnerschaftsvereins freuen sich auf eine schöne gemeinsame Zeit in Weilburg. (Foto: Gorenflo)

Für die 14- bis 16-Jährigen ist es eine Premiere, denn sie sind zum ersten Mal in Weilburg zu Besuch. "Sie sind sehr aufgeschlossen, und es sind schon erste Freundschaften entstanden", sagte Martina Zimmermann vom Partnerschaftsverein. Untergebracht sind die jungen Franzosen bei Familien in Hirschhausen, Kubach und Drommershausen. Vormittags beteiligen sich sich am Unterricht, aufgeteilt auf das Gymnasium Philippinum und die Heinrich-von-Gagern-Schule. Dort sind sie am Montag vom Ersten Stadtrat Bruno Götz willkommen geheißen worden.

Die Städtepartnerschaft mit Privas ist bereits 60 Jahre alt, sagte Götz. Sie wurde 1958 gegründet, zur Zeit, als die Folgen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und Frankreich noch zu spüren waren. "Städtepartnerschaften tragen dazu bei, dass so etwas nie wieder passiert", ist sich Götz sicher. Seit 60 Jahren könne man in Frieden und Freiheit leben. Das sei nicht nur der Erfolg der Politik, sondern auch der von Städtepartnerschaften. "Es bilden sich Freundschaften und Verständnis, und keiner wird gegen einen Freund kämpfen", sagte Götz. Darum sei es wichtig, die Jugendpartnerschaft am Leben zu erhalten, denn das sei der Nachwuchs. Götz dankte beiden Schulen und dem Partnerschaftsverein für die Unterstützung und das Engagement beim Schüleraustausch.

Der Schulleiter der Heinrich-von-Gagern-Schule, Martin Neuhof sagte, er hoffe, dass die französischen Jugendlichen angenehme Tage in Weilburg verbringen werden und entschuldigte sich scherzend, dass die deutsche Mannschaft die französische bei der WM rausgeschmissen hat. Neuhof: "Schüleraustausche sind für alle von Vorteil."

Auf dem Programm steht auch eine Stadtführung

Mit dabei sind auch zwei Lehrerinnen aus Privas. Betreut werden die Gäste aus Frankreich an den Schulen von Shirin Cark, Kira Ahäuser und Colin Flohr. Damit bei den Austauschschülern keine Langeweile aufkommt, haben Sabine Rosenkranz, Martina Zimmermann und Ulrike Fuhrmann-Grote ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. So lernten die Franzosen bei einer Kanufahrt bis Gräveneck die Lahn kennen und durften sich im Rudern ausprobieren.

Es steht noch eine Schlossbesichtigung und eine Stadtführung auf dem Programm, ein Besuch im Tiergarten und ein Ausflug nach Wetzlar. Bevor es am Freitag mit dem Zug zurück nach Frankreich geht, wird noch am Bootshaus gemeinsam gegrillt.


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