Bund ändert BVDV-Verordnung

Kälber müssen nun innerhalb eines Monats auf BVDV untersucht sein

Kälber müssen künftig innerhalb eines Monats auf BVDV untersucht werden. (Foto: LDK)

Bei der Bovinen Virusdiarrhoe (BVD) handelt es sich um eine Rinderseuche, die hohe wirtschaftliche Verluste bei den Landwirten verursachen kann. Die Erkrankung ist für den Menschen, nach derzeitigem Wissensstand, absolut ungefährlich.

Die Bekämpfung der Seuche läuft in Deutschland seit Anfang 2011 und kann als Erfolgsgeschichte betrachtet werden. Der Anteil an infiziert geborenen Kälbern konnte auf weit unter ein Prozent gedrückt werden. Um die endgültige Auslöschung der Seuche zu erreichen, wurde die Verordnung vom Bund nun nochmals verschärft.

"Die Tiergesundheit und das Wohl der Tiere liegt uns am Herzen, dennoch haben wir Verständnis für unsere durch die Bürokratie stark belasteten Landwirte.", so der Erste Kreisbeigeordnete und für den Tierschutz zuständige Dezernent Heinz Schreiber.

Untersuchung innerhalb der ersten sieben Lebenstage

Mussten Kälber früher bis zum sechsten Lebensmonat oder bei Verlassen des Betriebs ein gültiges Untersuchungsergebnis vorweisen können, so ist dies nun schon nach einem Monat notwendig.

Die Untersuchung findet innerhalb der ersten sieben Lebenstage mit dem Einziehen der Ohrmarke statt. Falls hier etwas schief läuft, bleibt dem Landwirt nun nur noch eine kurze Zeit, um eine Untersuchung zu veranlassen.

Kontakt beim Lahn-Dill-Kreis für alle Fragen zum Thema: Dr. Giuseppe Bosco, Fachtierarzt für öffentliches Veterinärwesen, Tel. 06441-407 7718, E-Mail: giuseppe.bosco@lahn-dillkreis.


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