Casaros Filmplakate sind Kunst

"Film ist mein Hobby, mein Hobby ist mein Beruf, mein Beruf ist mein Leben, mein Leben ist der Film", sagte der renommierte italienische Maler und Illustrator einmal über sich, und treffender hätte er es nicht formulieren können, der mit seinen großformatigen Filmplakaten, die heute Kunst sind, nichts weniger als Kinogeschichte geschrieben hat.

An den Italiener und seine Arbeit erinnerte zu Beginn des Jahres eine Ausstellung im Essener Folkwang-Museum, und der Katalog "Gemalter Film – Plakate von Renato Casaro" (126 Seiten, 28 Euro) ist im Göttinger Steidl-Verlag erschienen. Von "12 Uhr mittags" über "Es war einmal in Amerika" bis zu "Der mit dem Wolf tanzt" sind die Plakate Ikonen mit nostalgischem Charme.

Im Katalog sind sie in den Kategorien "Frühe Jahre - neue Filme (1950er bis Anfang der 1970er)", "Komödien und Italo-Western (1970er bis Anfang der 1980er)" und "Großes Kino - Internationale Produktionen (1980er bis Mitte der 1990er Jahre)" aufgelistet. Mit dem Plakat für "Asterix und Obelix gegen Cäsar" stellte Casaro, selbst ins Rentenalter gekommen, die Plakatmalerei ein. Die Filmbranche hatte längst werbeträchtigere Mittel gefunden, um nachwachsende Generationen ins Kino zu locken.


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