"Das ist ein neuer Rekord"

SEMESTERSTART Technische Hochschule Mittelhessen begrüßt Studenten

"Wir werden das Geld in Ihre Zukunft investieren": Der Vizepräsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, Olaf Berger, begrüßt Studenten in der Kongresshalle in Gießen und verkündet einen Einnahme-Rekord. (Foto: Kutzner/GA)

Und so platzte die Kongresshalle bei der Begrüßung der Studienanfänger in Gießen aus allen Nähten. Bauingenieure saßen dicht gedrängt neben Betriebswirtschaftlern und Maschinenbauern. Für 1824 Erstsemester beginnt das Studium und damit ein neuer Lebensabschnitt. Insgesamt 15 379 Immatrikulierte sind es nach aktuellem Stand an den THM-Standorten Gießen und Friedberg, davon 8605 in der Lahnstadt.

"Wir haben auch eine reichhaltige Kneipenszene"

Bevor die offizielle Veranstaltung begann, versammelten sich die Neulinge im Foyer der Kongresshalle und auf dem Vorplatz. Für die Ordnung der Massen waren die Mentoren zuständig. Diese sind meist Studierende aus höheren Semestern, die in den ersten Wochen und auch darüber hinaus wertvolle Tipps geben.

Mit bunten Schildern und noch bunteren T-Shirts machten die Mentoren auf sich aufmerksam, so dass sich die Studierenden schnell ihren Gruppen zuordnen konnten. Drinnen in der Kongresshalle ging es dann geordnet zu. Nach Fächern aufgereiht, nahmen die Anfänger Platz. Den Anfang des Programms machte das THM-Orchester "Applied Sounds". Unter Leitung von Dirigent Rene Giessen spielten die Musiker einen Song, um bei den Erstsemestern für einen gut gelaunten Start zu sorgen. Jutta Müller, Leiterin der Zentralen Studienberatung, war wie in den vergangenen Jahren Organisatorin der Begrüßungsveranstaltung.

"Dieses Datum haben viele im Kopf", sagte Müller zu den Neuen. "Ein Datum des Anfangs", dem man "gespannt entgegenfiebert". Bevor die offiziellen Ansprachen begannen, fragte Müller in die Runde: "Wer von Ihnen kommt denn aus Gießen oder einem Umkreis von 50 Kilometern?" Das Ergebnis offenbarte, dass der typische Erstsemester an der THM aus dem Umkreis von Gießen stammt, gerade erst die Schule beendet hat und einen technischen Studiengang belegt.

Olaf Berger, Vizepräsident der THM, begrüßte die Studierenden mit ein paar Zahlen und Statistiken. "Das ist ein neuer Rekord", versicherte er nach deren Aufzählung. Erstmals habe die Hochschule in diesem Jahr auch mehr als 100 Millionen Euro erwirtschaftet, so der Vizepräsident. "Der weitere Ausbau ist wichtig. Wir werden das Geld in Ihre Zukunft investieren." Den neuen Studierenden gab er zudem mit auf den Weg, dass gerade die Grundlagen, die bereits in den ersten Wochen des Studiums gelegt werden, entscheidend für den künftigen Berufsweg seien. "Sie lernen so Arbeitstechniken und Selbstdisziplin", erklärte er.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) versuchte in ihren Grußworten, den Neuankömmlingen die Scheu vor der fremden Stadt zu nehmen. "Wir haben vieles zu bieten", meinte sie. Nicht nur der Hochschulstandort sei für die Erstsemester interessant. "Wir haben auch eine reichhaltige Kneipenszene", erzählte sie den Studierenden, die diese Information offensichtlich dankbar aufnahmen. Nebenbei präsentierte die Rathauschefin die neuesten Zahlen zur Studierendendichte der Stadt. So bleibt Gießen auch weiterhin die Stadt in Deutschland mit dem höchsten Anteil Studierender auf die Gesamteinwohnerzahl gerechnet. "In diesem Wintersemester sind bei uns 35 000 von 80 000 Einwohnern an einer der Hochschulen der Stadt eingeschrieben", erklärte sie. Grabe-Bolz wünschte den Studierenden einen guten Einstieg in das Studium und versicherte ihnen, dass von nun an ein "neuer und aufregender Lebensabschnitt" beginnen werde. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung teilten sich die verschiedenen Fächer auf ihre Fachbereiche auf und lernten im Anschluss auch die Lehrenden kennen, von denen sie in den kommenden Jahren unterrichtet werden.


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