"Demografischer Wandel ist die größte Herausforderung"

Jubiläum Langgönser Seniorenbeirat besteht seit 25 Jahren

Viele Besucher und ein vielfältiges Programm: die Spinnradvorführungen begeisterten die Zuschauer. (Foto: Wißner)

Einen geeigneten Rahmen für die Feier bot der zweite Langgönser Seniorentag, der in der Seniorenwerkstatt stattfand. Bei schönem Sommerwetter kamen viele Besucher in den Hof des ehemaligen Faselstalls.

"Wir haben heute vierfachen Grund zum Feiern: 25 Jahre Seniorenbeirat Langgöns, sieben Jahre Seniorenwerkstatt Langgöns, fünf Jahre Demenzcafé "Blümchenkaffee" und fünf Jahre PC-Café "55plus. Mit der heutigen Veranstaltung wollen wir die Jubiläen würdigen", sagte Hans Ulrich Theiss. Der Sprecher des Seniorenbeirats kam in seinem Grußwort auch auf das "Erfolgsmodell Seniorenwerkstatt Langgöns" zu sprechen. Diese sei ein Vorbild für andere Dörfer. Erste Aktivitäten zur Gründung eines Seniorenbeirat habe es bereits 1989 gegeben. Nach einem Satzungsbeschluss der Gemeindevertretung am 17. September 1992 sei Langgöns gemeinsam mit Lollar und Fernwald die erste Kommune im Kreis gewesen, die über einen Seniorenbeirat verfügt habe.

Beirat ist gut vernetzt

"Der Seniorenbeirat versteht sich als Interessenvertretung älterer Bürger. Er unterstützt Seniorenfragen in den Gemeindegremien und die Seniorenarbeit", erklärte Theiss.

Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Vernetzung mit dem Seniorenbeirat des Landkreises Gießen, der Landesseniorenvertretung Hessen, dem AWO-Seniorenzentrum "Heinz-Ulm-Haus" sowie den Ambulante Pflege- und Betreuungsdiensten Butzbach und Langgöns. Zudem ging Theiss auf die verschiedenen Aktivitäten in den vergangenen Jahren ein. Diese reichten von einer Internetpräsenz, Seniorenwegweisern, Bewegungsparcours, dem Engagement rund um Seniorenwohnungen, Gehwegen und Querungshilfen bis hin zu innerörtlichen Transportangeboten. Als derzeitigen Schwerpunkt nannte der Sprecher die Mitarbeit im Projekt "Selbst.Ständig! - Leben in Langgöns".

"Der demografische Wandel ist die Hauptherausforderung. 2030 ist jeder Dritte Langgönser über 65 Jahre alt. Der Seniorenbeirat hat hierfür Handlungsfelder gegenüber der Gemeinde aufgezeigt und eigene Initiativen für ein lebenswertes Langgöns ergriffen. Ziel ist, dass kein Einwohner altersbedingt aus Langgöns wegzieht", betonte Theiss.

Dem pflichtete auch Bürgermeister Horst Röhrig bei und lobte "42 Jahre Seniorenprojekte in Langgöns". Der Seniorenbeirat sei mittlerweile ein Sprachrohr für Senioren und setze Themen wie etwa taktile Bauelemente bei Straßenerneuerungen und -sanierungen mit um. Der Seniorenbeirat ist stets auf der Höhe der Zeit", hob Röhrig ausdrücklich das Engagement hervor. Für dieses dankte er anschließend den Senioren ausdrücklich. Worte des Dankes fand auch der Hauptamtliche Kreisbeigeordneter Hans-Peter Stock (FWG), der auf die Bedeutung des Älterwerdens im Rahmen des demografischen Wandel einging. Stock überreichte den Senioren einen Scheck. (wi)


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