Den Familienausflug gut planen

ERLEBNIS  Bei der Vorbereitung an die Interessen aller Altersgruppen denken

Im Stöffel-Park bei Enspel im Westerwald gibt es Spannendes für die ganze Familie. (Foto: Stöffel-Park)

Die Urlaubszeit ist vorbei, der Alltag hat uns wieder. Damit die Aussichten auf Herbst und Winter nicht gar so trübe sind, sind Familienausflüge am Wochenende eine gute Möglichkeit, Abwechslung in den Alltag zu bringen.

Gemeinsame Unternehmungen stärken die Verbundenheit zwischen den Familienmitgliedern und sorgen für Gesprächsstoff. Damit der Ausflug für alle ein rundum schönes Erlebnis ist, muss vorher einiges geplant und berücksichtigt werden.

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Am besten setzen Sie sich mit der Familie zusammen und sammeln Wünsche, was jeder erleben möchte, rät die Museumspädagogin Adelheid Fangrath. Es ist oft gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bringen: Die Eltern möchten Kultur oder Kulinarisches, die Jugendlichen vor allem Action und Abenteuer und die jüngeren Kinder Raum zum Austoben und Neues zum Sehen und Anfassen.

Wenn es nicht klappt, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen, teilen Sie den Ausflug in zwei Teile: Nach dem Museumsbesuch steht noch Austoben auf dem Spielplatz auf dem Programm, oder wenn Sie in den Zoo wollen, halten Sie auf dem Rückweg noch an einem Klettergarten, wo die Jugendlichen sich verausgaben können.

Sie können auch vorschlagen, dass nacheinander alle Familienmitglieder ein Ausflugsziel bestimmen können. Das klappt aber nur, wenn alle auch die Ausflüge der Anderen mit guter Laune mitmachen.

Verpflegung und Getränke sollten immer dabei sein, ein Handtuch ist auch vielfach nützlich

Sind auch die Großeltern mit von der Partie, sollten Sie sich erkundigen, ob es am Ausflugsziel die Möglichkeit gibt, sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich niederzulassen oder ob man gar von der Terrasse des Cafés aus den Kindern auf dem Spielplatz zusehen kann. Bei Wanderungen vorher feststellen, ob es eine Möglichkeit gibt, die Tour abzukürzen und am Ziel bei Kaffee und Kuchen auf die anderen zu warten.

Wollen Sie einen Freizeitpark oder eine andere bekannte Attraktion besuchen, schauen Sie vorher im Internet nach, ob Sie die Eintrittskarten auch online bekommen können. Das spart lange Wartezeiten in der Kassenschlange, die Kinder und Jugendliche selten ohne Quengeln ertragen. Auch älteren Familienmitgliedern können Sie so das lange Stehen vor der Kasse ersparen.

Notieren Sie sich Zeiten für Führungen oder besondere Vorführungen, im Zoo vielleicht Fütterungszeiten. Seien Sie nicht genervt, dass Kinder im Museum schnell die Konzentration verlieren. Wählen Sie für Kinder spannende Bereiche aus, suchen Sie nach einer Museums-Rallye oder denken Sie sich selbst Aufgaben für die Kinder aus, empfiehlt Adelheid Fangrath. Lassen Sie die Kinder zehn Gegenstände suchen oder vorbereitete Fragen beantworten. Brechen Sie den Besuch ab, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt und planen eine weitere Aktivität in der Nähe ein. Dann haben alle wieder gute Laune.

Bei einer Schiff- oder Bahnfahrt lässt sich die Fahrt vielleicht noch mit einer weiteren Attraktion verbinden. Flughafen, Schokoladenmuseum oder Erlebnispark gibt es sicher nahe am Ziel.

Haben Sie zu Ihrem Ausflugsziel eine längere Anfahrt, bereiten Sie für die Kinder Spiele für unterwegs vor. Bei Ausflügen in die Natur können Sie ein Bestimmungsbuch für Tiere oder Pflanzen mitnehmen, dann wird es für die Kinder richtig spannend und die Großeltern können mit ihrem Wissen glänzen.

Packen Sie ausreichend Verpflegung und Getränke ein. Nehmen Sie für kleine Kinder Kleidung zum Wechseln mit, auch ein Handtuch sollten Sie immer einpacken. Es ist für vielerlei nützlich.

Finden Jugendliche Familienausflüge uncool, geben Sie ihnen eine wichtige Aufgabe: Sie können mit der Kamera der Eltern möglichst viele coole Fotos vom Ausflug machen, oder sie bereiten das Picknick vor und spielen Gastgeber auf der grünen Wiese.

Konkrete Tipps für Ausflüge in der Nähe finden Sie auch auf dieser Seite. Auf jeden Fall: Viel Spaß beim Sonntagsausflug mit der ganzen Familie!


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