Der Kirchturm ist zweite Heimat

Kletterer Thorsten Ehrhardt hat das Banner an der Stadtkirche für den Hessentag befestigt

Fertig: Das Banner ist sicher am Turm montiert. (Foto: Becker- von Wolff)

"Die Seile sind meine Lebensversicherung", sagt Kletterer Thorsten Ehrhardt, der sich erst nach ordentlicher Sicherung im Turminnern durch das Fenster nach draußen wagt. Das Banner soll gerade hängen, das ist Thorsten Ehrhardt besonders wichtig. (Foto: Becker-von Wolff)

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Die zwei kleinen Fenster unter dem Glockenstuhl sind der Ausgangspunkt für die anstehende Arbeit: Kletterer Thorsten Ehrhardt wird ein acht Meter hohes Banner am Kirchturm befestigen. Der Blick geht nach unten in den Kirchhof, dem Fotografen wird etwas mulmig als er das schwere Banner dem Kletterer aus dem Fenster entgegen reichen soll. Für den Kletterer ist diese Arbeit nichts ungewöhnliches: Etwa zweimal im Jahr bringt er hier eines der kirchlichen Themenbanner an, die in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die Info-Post des Kirchenpräsidenten an die evangelischen Haushalte werbend begleiten.

Für die EKHN bringt er mit seinen Kollegen etwa 160 Banner in sechs Tagen an bis zu 140 Kirchen und Gemeindehäusern an. Nur heute in Herborn ist irgendetwas anders. Thorsten Ehrhardt ist irritiert über die pinkfarbene Fahne. "Ist das das richtige Motiv?", fragt er. Ja, es ist das richtige Motiv: Die purpurfarbene Fahne weist auf den 56. Hessentag in Herborn hin. Genauer gesagt auf den "PurPurDom" - den kirchlichen Auftritt zum Hessentag. Vom 20. Bis 29. Mai bieten die Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau (EKHN) und von Kurhessen-Waldeck (EKKW) im "PurPurDom" sowie am Platz vor dem "Haus der Kirche und Diakonie" und in der evangelischen Stadtkirche ein buntes Programm mit über 60 Veranstaltungen an.

Hoch über dem evangelischen Gemeindehaus am Kirchberg hangelt er sich zu den bereits vorhandenen Wandbefestigungen. Langsam geht er rückwärts die Fassade entlang. Das Banner hängt in wenigen Minuten am Kirchturm. Thorsten Ehrhardt lässt sich an den Seilen zu Boden gleiten und kommt zu Fuß im Turm wieder die Treppe nach oben. Schließlich muss er noch die Seile entfernen, die er im Innern am Tragwerk des Turms befestigt hat. (hjb)


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