"Der Vorname" führt zum Schlachtfest

Familientreffen in französischer Komödie
Ein Schlüsselbund als Waffe im Wortgefecht: Literaturprofessor Pierre (Charles Berling) hat so gar kein Verständnis für seinen Schwager Vincent (Patrick Bruel) und dessen nicht mehrheitsfähigen Humor. (Foto: Verleih)

Dass schon Millionen Franzosen vom "Vornamen" begeistert sein sollen, wie die Vorauswerbung vollmundig verheißt, weil Film wie Theaterstück dem Zeitgeist heftig Tribut zollen, muss man dem Film nicht unbedingt vorwerfen.

Ein Familienessen mündet in ein Horrormahl, und das nur, weil Besucher Vincent (Patrick Bruel), ein neureicher Immobilienmakler und Klassenclown, zur Auflockerung der eher steifen Runde einen Scherz macht, der nicht mehrheitsfähig ist. Gedacht ist er als kalkulierter Affront gegen die Gastgeber, ein intellektuelles Lehrerehepaar.

Zunächst geht es ganz harmlos um Vornamensvorschläge für den noch nicht geborenen Sohn des Besucherpaars, doch das Stichwort, das der künftige Vater in die Runde wirft (und hier der Spannung wegen nicht verraten werden soll), lässt die Gästeschar erst erbleichen, dann zornesrot werden.

Dabei ist der Namensstreit nur der Ausgangspunkt für alte, noch offene familiäre Rechnungen, gegenseitige Animositäten, vorurteilsbehaftete Offenbarungen und lange verdrängte Wahrheiten.

Laufzeit: 112 Minuten; FSK: freigegeben ab 12 Jahren.


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