Die "112" wird 25 Jahre alt

NOTRUF Leitstelle des Landkreises disponiert jährlich 45 000 Rettungsdiensteinsätze

In der Zentralen Leitstelle des Landkreises gehen alle Notrufe der "112" ein. Leitstellendisponent Harry Schulz ist einer der Mitarbeiter, die rund um die Uhr die Notrufe entgegennehmen. (Foto: Landkreis)

"Die Leitstelle ist rund um die Uhr besetzt. Jährlich werden von hier 45 000 Rettungsdiensteinsätze und rund 3000 Feuerwehreinsätze disponiert", erläutert Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. Die Mitarbeiter geben rund 200 Mal im Jahr Anleitungen bei Telefon-Reanimationen und Tipps bei Brandereignissen, vor allem zum richtigen Verhalten.

Die Mitarbeiter der Leitstelle müssen in 60 Sekunden die Entscheidung über eine Alarmierung treffen

Maik Klein, Leiter der Zentralen Leitstelle beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, macht deutlich, dass "wir durch die strukturierte Notrufabfrage - die maßgeblich mit unserer Zentralen Leitstelle mitentwickelt wurde - noch schneller helfen können." Gearbeitet werde dabei nach dem Grundsatz: "Wir fragen und Sie antworten." Dieses System werde sukzessive von immer mehr Leitstellen umgesetzt, und zwar nicht nur in Hessen, berichtet Maik Klein.

Die Leitstellendisponenten haben in der Regel nur 60 Sekunden Zeit, um eine Alarmierungsentscheidung zu treffen. Zusätzlich werden auch besondere Warnmedien wie KATWARN oder Alarmierungen per SMS umgesetzt. Auch die Alarmierung der so genannten Voraushelfer erfolgt durch die Zentrale Leitstelle, ebenso wie die des Kriseninterventionsdienstes bei "Notlagen der Seele".

Das schönste Gefühl für die Mitarbeiter sei es, so Lars Schäfer, wenn Telefon-Reanimationen zum gewünschten Erfolg führen und der Patient wieder atmet, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Die Retter brauchen normalerweise maximal zehn Minuten bis zum Eintreffen am Ort der Alarmierung. (red)


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