Die Kämpferin gibt nicht auf

BIATHLON Miriam Gössner über ihre Ziele

Miriam Gössner. (Foto: dpa)

Gössner durchlebt seit drei Jahren schwierige Zeiten. Erst ihr folgenschwerer Mountainbike-Unfall im Mai 2013, dann der tränenreiche Olympia-Verzicht 2014 und das kraftraubende, aber bisher erfolglose Comeback. Bitterer Höhepunkt in der Vorsaison war die Ausbootung bei ihrer "Heim-WM" in Oslo. Gössners Mutter kommt aus Norwegen, das Land ist ihre zweite Heimat.

"Dieses Jahr habe ich das Gefühl, dass es schon wieder ein gutes Stück vorwärts gegangen ist. Ich bin zuversichtlich, dass es alles langsam wieder passt." Physisch sei sie "einen Schritt weiter als letztes Jahr", berichtete die zweimalige Staffel-Weltmeisterin. Ihr Problem ist und bleibt aber das Schießen. Da kam sie als schlechteste Deutsche im Vorjahr nur auf eine indiskutable Trefferquote von 69 Prozent. Deshalb ging Gössner einen neuen Weg: Sie ließ sich nach neun Jahren einen neuen Schaft bauen.

"Ich hoffe, dass es bald gut funktioniert."

"Ich wollte für mich mal was Neues, für meinen Kopf, quasi einen kleinen Neustart", erklärte Gössner ihre Beweggründe. Der neue Waffenschaft ist ein Stück kürzer als der alte. "Im Training funktioniert es schon ganz gut, unter Wettkampfbedingungen hatte ich immer noch mal Probleme. Ich hoffe, dass es bald gut funktioniert", sagte Gössner: "Es gibt keinen, der sich mehr ärgert als ich selber."

"Jetzt konzentriere ich mich auf Biathlon."

Bundestrainer Gerald Hönig sagte: "Dort werden wir weiter viel Arbeit haben." Immer wieder hört man, Gössner solle doch angesichts ihrer permanenten Schießprobleme zum Langlauf zurückkehren. Das schließt sie jedoch aus: "Langlauf ist schon noch ein Thema, würde mir brutal viel Spaß machen. Aber jetzt konzentriere ich mich auf Biathlon." (dpa)


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