Ehrenmitglied werden wird schwerer

CHÖRE In Gönnern muss für die Auszeichnung 50 Jahre gesungen werden

Der neue Vorstand des Gesangvereins Gönnern besteht aus (v. li.) Christa Paul, Gudrun Klingelhöfer, Karin Hild, Hermann Müller, Margret Gessner, Anneliese Studer, Anneliese Paul und Eleonore Teutsch. (Foto: Valentin)

Gemeinsam im Chor zu singen, ist nichts, was man für andere macht. Das hat Karl Friedrich Paul, Chorleiter des Gesangvereins Gönnern, in der Jahreshauptversammlung deutlich gemacht. In erster Linie müsse es den Sängerinnen und Sängern selbst Spaß machen, betonte er. Das gerate manchmal außer Acht.

Paul plädierte deswegen dafür, dass der Chor sich bewusster darauf konzentriere, was seinen Mitgliedern Freude bereitet. Für mehr Geselligkeit und Gemeinschaft im Chor plädierte er und regte die Mitglieder dazu an, Vorschläge zu machen, wie dies umgesetzt werden könne. Eine Idee war, dass sich die Sänger nach den Singstunden noch zusammensetzen oder auch einmal gemeinsam Essen gehen.

Einen besonderen Dank sprach der Chorleiter den Sangesfreunden aus Ewersbach aus. Bei fast allen Auftritten des Gesangvereins im vergangenen Jahr hätten diese ausgeholfen und die Stimmen ergänzt, bei denen es in Gönnern hapert. Das sei vor allem bei den Männern der Fall, sagte Karl Friedrich Paul. Hier spitze sich die personelle Situation von Jahr zu Jahr mehr zu.

Auf Ehrungen werden die Sängerinnen und Sänger künftig länger warten müssen. In der Versammlung wurden neue Richtlinien für die Ernennung zu Ehrenmitgliedern beschlossen. Bisher wurde diese Ehre jedem aktiven Mitglied zuteil, das 75 Jahre alt wurde und dem Chor mindestens 20 Jahre angehört.

Einnahmen bleiben aus

Fördernde Mitglieder wurden ab einem Alter von 80 Jahren Ehrenmitglied. Diese Praxis lasse sich nicht mehr aufrechterhalten, sagte Vorsitzende Eleonore Teutsch, "weil wir dann in fünf Jahren fast nur noch Ehrenmitgliedern haben". Weil diese beitragsfrei gestellt sind, habe der Gesangverein dann keine Einnahmen mehr, von denen er zum Beispiel den Chorleiter bezahlen muss.

Deswegen einigte sich die Versammlung darauf, dass nur noch zum Ehrenmitglied ernannt wird, wer mindestens 50 Jahre im Chor singt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein Mitglied aufgrund besonderer Verdienste als Ehrenmitglied vorzuschlagen und dann die Versammlung darüber abstimmen zu lassen.

Bei dem Dank an die fleißigsten Sängerinnen und Sänger des Jahres stand Christel Henn ganz vorne an, die im vergangenen Jahr kein einziges Mal gefehlt hatte. Jeweils nur eine Fehlstunde hatten Willi Bäcker und Karl Friedrich Paul, drei Mal waren Hermann Müller, Gerda Teutsch und Anneliese Studer nicht da.

Für dieses Jahr stehen mit dem Singen in Assmanns Mühle am 7. März und einer Tagesfahrt am 19. September bislang lediglich zwei Termine im Vereinskalender, berichtete Eleonore Teutsch.

Die Vorsitzende wurde bei den nachfolgenden Wahlen im Amt bestätigt. Zu ihrem Stellvertreter wurde Hermann Müller gewählt. Kassiererin ist Anneliese Paul, Schriftführerin Karin Hild. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Anneliese Studer und Christa Paul gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Arnold Wenselowski, Margret Gessner und Gudrun Klingelhöfer.


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