Ein Liebesreigen, der unerfüllt bleibt

"360" vom Brasilianer Fernando Meirelles
Ehetristesse bei Michael (Jude Law) und Rose (Rachel Weisz) in Fernando Meirelles "360". (Foto: Prokino)

Wie dieser beginnt Meirelles’ Kaleidoskop der Sehnsüchte und großen Enttäuschungen im Wiener Rotlichtmilieu, und auch bei ihm begeben sich neun Menschen auf die Suche nach dem großen Glück.

Da ist der britische Geschäftsmann Michael (Jude Law), der bei einer slowakischen Prostituierten den Rückzieher macht, weil er seiner Frau Rose (Rachel Weisz) nicht untreu werden will, während diese eine Affäre mit einem brasilianischen Fotografen hat, dessen Freundin wiederum ihn wegen der Affäre längst verlassen hat.

Während sie nun bei einem Schneesturm in Denver einen jungen Typen (Ben Foster) einem älteren Herrn (Anthony Hopkins) vorzieht, ahnt sie nicht, dass sie sich damit einen Sexualstraftäter aufs Zimmer geholt hat.

Meirelles Protagonisten, die nur auf den ersten Blick wahllos miteinander verknüpft scheinen, sind, angetrieben von ihren innersten Herzenswünschen, stets auf der Suche nach dem vermeintlich besseren Leben. Nach diversen Aufenthalten mit Liebesgeschichten in mehreren Großstädten auf unterschiedlichen Kontinenten schließt sich nach 360 Grad der Kreis, endet der Reigen.

Meirelles erzeugt in seinem Episodenfilm in dicht erzählten Momentaufnahmen Spannung und Anteilnahme beim Betrachter. Das ist ungeachtet einzelner klischeebeladener Figuren mehr, als einem die meisten Filme bieten.

Laufzeit: 110 Minuten; FSK: freigegeben ab zwölf Jahren.


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