Ein Mix aus Handwerk und Kunst

Artinea  Achte Auflage der Ausstellung begeisterte mehrere Tausend Besucher

Die Besucher kamen mit Handwerkern und Künstlern gleichermaßen ins Gespräch und fachsimpelten über die Exponate. Unser Foto zeigt eine „Artinea“-Besucherin, die durch eine Skulptur von Jana Pfeifer schaut. (Foto: Tannert)

Ganz im Sinne der Ausstellung verbanden sich im stilvollen Ambiente des Schlosses allerorts Handwerk, Kunst und Design eng miteinander. Teilweise waren die Grenzen fließend. Neben dekorativen wie praktischen Alltagsgegenständen – vom Kochblock über bunte Lichtinstallationen bis zum hölzernen Plattenspieler – strahlten kunstvolle Figuren, Gebilde und Installationen um die Wette, die viel Raum für kreative Interpretationen ließen. Die Ausstellung ließ kaum Wünsche offen. „Es gibt alles mögliche zu entdecken, die Vielfalt ist wirklich groß, für jeden ist etwas dabei“, lobte Besucherin Annika Leibold.

Für einige Exponate der „Artinea“ ist die Ausstellungssaison aber noch nicht beendet

Drei Tage lang füllten Besucher die Räume des ­Schlosses, bestaunten die Werkstücke und kamen mit den Ausstellern ins Gespräch. Zeit für Fachsimpelei zwischen Künstlern, Handwerkern und Gästen gab es reichlich. An allen Ecken und Enden bildeten sich Menschentrauben um kleine und große Stücke, die ausgiebig bestaunt und, wenn möglich, auch benutzt wurden. Für eine kurze Ruhepause zwischendurch boten sich kunstvolle Sitzgelegenheiten an, von Stühlen aus Eichenfässern bis zum edlen Eibe-Tisch. Das kam an bei den Besuchern. „Das ist wirklich eine gute Sache, es ist toll, dass so etwas hier ausgestellt wird – das findet man ja selten“, fand Regina Schallehn.

Neben neuartigen, trendigen Deko-Stücken hatte sich so mancher Aussteller auch das Motto „aus alt mach neu“ zu Herzen genommen. So stellte etwa Schreinerin Sabine Kaiser eine „Waschtischhobelbank“ aus: ein neues, massives Waschbecken aus Basalt auf einer alten, sichtbar gebrauchten Hobelbank. „Die ist noch von meinem Ur-Opa – das ist was zum erinnern und praktisch zugleich“, erklärte Kaiser.

Viel Lob erhielt während der „Artinea“ auch die Aufteilung der einzelnen Objekte auf zwei Etagen. Rund 150 Stücke waren im Vorfeld ansprechend dekoriert worden. Für die Ausstellung hatten sich Organisatoren, Handwerker und Künstler ins Zeug gelegt, zum Großteil einzigartige Stücke geschaffen, unzählige Stunden Arbeit investiert.

„Die Vielfalt und Qualität sind auch in diesem Jahr wieder gestiegen – das motiviert die Akteure hier, jeder gibt sein Bestes, und das sieht man auch“, zog der künstlerische Leiter Horst Barthel ein positives Resümee. Die Ausstellung biete Künstlern wie Handwerkern eine Präsentationsfläche, um eigene Ideen zu verwirklichen – und auch, um potenzielle neue Kunden zu generieren. Viele Besucher zeigten schon am Wochenende Interesse an den seltenen Unikaten. Bereits am Samstag wurden so einige Stücke im Wert von teils mehreren tausend Euro verkauft.

Für einige Exponate der „Artinea“ ist die Ausstellungssaison noch nicht beendet, sie sind ab dem 16. März bis Ende April in der „Galerie im Glashaus“ in Rauschenberg zu sehen.


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