Ein authentischer und persönlicher Blick hinter die Kulissen

ROLLSTUHLBASKETBALL Beim Neujahrsempfang im Kinopolis in Gießen stellt der RSV Lahn-Dill seinen von Yvo Jäckel produzierten neuen Film vor

Im Gespräch mit RSV-Managementmitglied Sebastian Mende (l.): Filmemacher Yvo Jäckel. (Fotos: Weis)

Zufrieden mit dem Neujahrsempfang seines RSV Lahn-Dill: Manager Andreas Joneck.

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Auch an das "Projekt Gold", das die Handballer auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft 2007 begleitete, kommt er nicht heran. Und die "Höllentour", die Radsport-Doku schlechthin, die die Leiden der Fahrer bei der Tour de France 2003 aufzeigte, war aufwendiger, länger - und vor allem teurer in der Produktion.

Per USB-Stick mit nach Hause

Doch "Ein Tag im Leben des RSV Lahn-Dill" ist sehenswert. Er ist "nah, authentisch, familiär, offen, freundlich und persönlich", wie es Manager Andreas Joneck formulierte. Eben so, wie die Rollis, die am Montagabend im Kinopolis in Gießen zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang geladen hatten. Und dabei den 200 Gästen einen Einblick in ihr Innenleben gestatteten, wie diese ihn noch nie gesehen hatten, wie sie ihn künftig jedoch zu jeder Zeit genießen können, schließlich bekamen alle den Streifen per USB-Stick mit nach Hause.

Produziert wurde der Viertelstunden-Film von Yvo Jäckel und seiner Firma "Plattform3.de". Der 49-Jährige, der seine kleine Tochter Yuna-Marie zur Premiere mitgebracht hatte, hat sich in Mittelhessen inzwischen mit der Produktion von Image-, Event-, Messe- und Industriefilmen, aber auch mit Musikclips und Dokumentationen einen Namen gemacht. Seit vielen Jahren arbeitet Jäckel auch für diese Zeitung, seit vielen Jahren begleitet der gebürtige Hagener auch die Rollstuhlbasketballer des RSV Lahn-Dill im In- und Ausland.

"Wir sind bester Laune, und dies meine ich nicht ironisch", freute sich Joneck, obwohl seine Truppe tags zuvor noch den Bundesliga-Gipfel beim RSB Team Thüringen mit 61:63 verloren hatte. "Erfolge feiern wir nicht nur auf dem Parkett." Am Samstag durfte sich das RSV-Hallenmagazin "Defense" einer print-medialen Würdigung erfreuen, am Montag veröffentlichte das Fußball-Fachmagazin "Kicker" ein Rolli-Jubelbild des Fotografen Sascha Fromm von der "Thüringer Allgemeinen", das der Verband deutscher Sportjournalisten auf Platz zwei in der Kategorie "Sport allgemein Feature" gewählt hatte. Und am gleichen Tag kamen so viele Gäste wie noch nie zum Neujahrsempfang, "der eine Erfindung von uns ist", wie RSV-Managementmitglied Sven Köppe nicht ohne Stolz verkündete.

A propos Köppe: Bevor Mittelhessens Food-and-Beverage-Manager schlechthin das von "Tom & Sallys" gelieferte Buffet mit Buletten am Stil, Nudelsalat im Glas und Garnelen auf Ciabatta eröffnete, durfte Enrico Sinner, seines Zeichens Kinopolis-Betriebsleiter in Gießen, ein wenig Werbung für seinen seit gut einem Jahr geöffneten cineastischen Groß-Tempel machen. Und vergaß nicht zu erwähnen, dass 74 Lautsprecher im mit 450 Plätzen größten Kino 6 des Hauses, jenem also, das mit einem Dolby-Atmo-System ausgestattet ist, über eine 160 Quadratmeter große Leinwand verfügt. "So etwas suchen Sie bis ins Ruhrgebiet vergeblich."

Über 1463 Plätze verfügen die insgesamt neun Säle, 3600 an einem Tag beziehungsweise 17 000 Besucher in einer Woche waren seit der Eröffnung am 11. Dezember 2013 Rekord. Seit dieser Zeit verkauften Sinner und sein Team 26 000 Flachen Bier und 140 000 Tüten Popcorn. "Aus eigener Herstellung", wie der Betriebsleiter betonte.

RSV Lahn-Dill und Kinopolis - das passte.


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