Eine Köstlichkeit, die auf der Zunge zergeht

Tiramisu  Beliebtes Dessert mit vielen Varianten

Tiramisu ist köstlicher Abschluss eines Festmenüs. (Foto: colourbox)

Auf dem Teller sind die Schichten von Tiramisu ein Augenschmaus, im Mund kann man sie kaum noch unterscheiden: Eine luftig-lockere Mascarpone-Creme und in Espresso getränkte Löffelbiskuits zergehen auf der Zunge. Kein Wunder, dass die gehaltvolle Süßspeise in ihrer Heimat und in aller Welt als das italienische Dessert schlechthin gilt.

Dank der schnellen und einfachen Zubereitung ist das Dessert in privaten Haushalten ebenso beliebt.

Einer weit verbreiteten Legende zufolge hat Roberto Linguanotto, Jungkoch im Restaurant „Le Beccherie“, die Süßspeise in den 1960er Jahren in Treviso bei Venedig erfunden. Möglicherweise war jedoch auch alles ganz anders und das berühmte Dessert wurde schon Ende des 16. Jahrhunderts anlässlich des Besuchs von Herzog Cosimo III. de Medici in Siena von wetteifernden Konditoren kreiert.

Übersetzt heißt Tiramisu so viel wie „Zieh mich hoch“. Diesen Namen verdankt die Süßspeise ihren gleichermaßen hochwertigen wie gehaltvollen Zutaten: Die geschmeidige Creme besteht aus Eiern, Zucker und Mascarpone, einem milden Doppelrahmfrischkäse. Die zarten Löffelbiskuits enthalten ebenfalls Ei und sind mit Zucker bestreut.

Sowohl wegen der Mascarpone als auch wegen der rohen Eier verdirbt Tiramisu sehr leicht. „Auf der sicheren Seite ist man“, so der Expertentipp, „wenn man es in einem guten Restaurant genießt oder selbst macht. Dann weiß man genau, was drin ist und vor allem wie lange das Dessert schon steht.“

Tatsächlich ist die Zubereitung von Tiramisu für Hobbyköche keine große Hürde. Einfache Rezepte sind in Kochbüchern und im Internet zu finden.

Die Variationsmöglichkeiten für Tiramisu sind unerschöpflich. Beispielsweise ersetzt man Zucker durch Süßstoff. Oder: Eine Hälfte der Mascarpone kann gegen Magerquark ausgetauscht werden. Dann ist allerdings der Wasseranteil viel höher und es empfiehlt sich, sicherheitshalber ein Blatt Gelatine hinzuzugeben.

Es ist auch möglich, die Mascarpone mit Schlagsahne zu verlängern oder statt Mascarpone und Ei eine erfrischende Creme aus Schlagsahne, Schmand und saurer Sahne zu verwenden. Die Biskuits können auch n

Eine weitere Variationsmöglichkeit ist, Früchte unter die Mascarpone-Creme zu heben oder als dritte Schicht einzufügen.

Für alle Tiramisu-Varianten gilt: Mehr als zwei Schichten Biskuit sollten möglichst nicht gelegt werden, sonst verunglückt das Dessert später leicht auf dem Weg von der Form auf den Teller.

Und: Am besten bereitet man Tiramisu etwa vier bis zehn Stunden vor dem Verzehr zu. Dann kann es schön durchziehen. Ein idealer Platz zum Durchziehen ist der Kühlschrank. Dabei sollte die Form gut abgedeckt werden, denn Mascarpone nimmt schnell Fremdaromen an. (dpa/tmn)


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