Einmal über dunkle Täler fliegen

Wie beeindruckend, ergreifend, ja überwältigend lesen sich im Vergleich dazu die Lebenserinnerungen des über 80-jährigen Maximilian Schell mit dem schönen Titel "Ich fliege über dunkle Täler" (Hoffmann und Campe Verlag, 320 Seiten, 24,99 Euro). Natürlich finden sich auch hier manche Eitelkeiten und Gespreiztheiten, doch die machen Schells Selbstironie, sein Charme und die Weisheit eines langen (Künstler-)Lebens doppelt wett.

Schell fabuliert nicht ins Blaue hinein, sondern hat was zu erzählen, von Kinderjahren in Wien und auf einer Kärtner Alm, von der Flucht der Familie vor den Nazis ins Schweizer Exil und den Lehrjahren eines Schauspieleleven im tristen Nachkriegsdeutschland. Von Begegnungen mit Marlene Dietrich und Orson Welles in Hollywood und vom ersten Nachkriegs-Oscar für einen Deutschen, dessen ungeachtet er daheim doch "der kleine Bruder von Maria Schell" blieb.


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