Endspurt für Steuersparer

Steuerzahlerbund  Das sollte noch in diesem Jahr erledigt werden

Wer Steuern sparen will und sich durch die Einkommensteuererklärung Erstattungen vom Finanzamt erhofft, sollte grundsätzlich Belege, Rechnungen und Quittungen sammeln. (Foto: Colourbox)

Allgemeiner Tipp: Belege sortieren – getrennte Zuordnung nach Jahren: Viele Steuerzahler sammeln Belege und Quittungen für Fachbücher, Anschaffung oder Reinigung der Berufsbekleidung oder Rechnungen für Fortbildungsmaßnahmen und Handwerkerleistungen. Es ist empfehlenswert, die Belege nach Jahren ordentlich zu trennen. Dies hat den Vorteil, dass die Unterlagen beim Anfertigen der Einkommensteuererklärung nicht erst aufwendig sortiert werden müssen. Bei zu großem Durcheinander besteht die Gefahr, dass ein Beleg aus dem Jahr 2018 zwischen die neuen Belege für das Jahr 2019 rutscht und daher bei der Steuererklärung 2018 vergessen wird. Wird dieser Beleg erst später gefunden, kann der Steuerbescheid für das Jahr 2018 womöglich nicht mehr geändert und die Ausgabe somit nicht steuermindernd berücksichtigt werden.

Steuertipp für Arbeitnehmer: Firmenwagen: Besteuerungsmethode festlegen – Fahrtenbuch muss gegebenenfalls ab 1. Januar geführt werden. Wer von seinem Arbeitgeber einen Firmenwagen zur Verfügung gestellt bekommt und ihn auch privat nutzen darf, muss diesen Vorteil versteuern. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: zum einen die 1-Prozent-Regelung und zum anderen die Fahrtenbuchmethode. In der Regel lohnt sich die Fahrtenbuchmethode immer dann, wenn das Fahrzeug weit überwiegend beruflich genutzt wird. Soll nach der Fahrtenbuchmethode abgerechnet werden, muss bereits ab dem 1. Januar 2019 ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt werden. Eine rückwirkende Korrektur oder das Nachtragen des Fahrtenbuches ist nicht zulässig! Wer dann am Jahresende 2019 feststellt, dass die 1-Prozent-Regelung doch günstiger für ihn wäre, kann ohne Probleme mit der Pauschalregelung abrechnen. Abgesehen vom Aufwand spricht also nichts dagegen, das gesamte Jahr über ein Fahrtenbuch zu führen. Steuerzahler sollten sich daher noch im „alten“ Jahr überlegen, welche Methode sie nutzen wollen.

Steuertipp für Unternehmer: Aufbewahrungsfristen - Was kann in den Reißwolf? Häufig wird die Zeit vor dem Jahreswechsel genutzt, um Belege, Quittungen und Rechnungen zu ordnen. Aber nicht alles, was sich über die Jahre angesammelt hat, darf vernichtet werden.

Ein Unternehmer muss beispielsweise Geschäftsbücher, Inventare, Bilanzen und sonstige zu führende Bücher zehn Jahre lang aufbewahren. Auch digitale Aufzeichnungen müssen zehn Jahre lang gespeichert werden. Empfangene oder abgesandte Handels- und Geschäftsbriefe müssen grundsätzlich sechs Jahre lang aufbewahrt werden. Zu Beginn des Jahres 2019 können Unternehmer daher Bücher und Aufzeichnungen mit der letzten Eintragung aus dem Jahr 2008, Inventare, die bis zum 31. Dezember 2008, oder Jahresabschlüsse, die bis zum 31. Dezember 2008 aufgestellt worden sind, und Buchungsbelege aus dem Jahr 2008 und älter entsorgen. Empfangene Handels- bzw. Geschäftsbriefe und Durchschriften abgesandter Handels- bzw. Geschäftsbriefe, die bis zum 31. Dezember 2012 abgesandt wurden, können ebenfalls vernichtet werden. Weitere Infos unter www.steuerzahler.de (red)


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