Enthüllung einer Gedenktafel beim neuen Donsbacher Dorfgemeinschaftshaus

Eine neue Gedenktafel vor dem neuen Donsbacher Dorfgemeinschaftshaus wurde Mitte Oktober enthüllt. Foto: privat

Frank Markus Dietermann, der Vorsitzende des NABU Donsbach, führte bei der Begrüßung die Gründe für die Gedenktafel auf.

Die Ersterwähnung von Donsbach sei in einer Urkunde aus dem Jahre 914 festgeschrieben. Gleichzeitig sei das neue Dorfgemeinschaftshaus exakt 1100 Jahre nach dieser Ersterwähnung im Jahr 2014 eingeweiht worden. Diese beiden Gründe hatten die Donsbacher Ortsverein veranlasst, eine Gedenktafel für diese beiden Ereignisse fertigen zu lassen. Dietermann führte aus, dass nicht nur die Donsbacher, sondern alle Dillenburger stolz auf das Alter des Dorfes sein könnten. Das neue Dorfgemeinschaftshaus mit dem Restaurant Tiergarten sei für alle Dillenburger und weit darüber hinaus ein fester Bezugspunkt. Die Kosten für den Gedenkstein würden die meisten Donsbacher Vereine und einige Privatpersonen tragen. Dank gehe an den Steinmetzbetrieb Petry, welcher die Gedenktafel günstig hergestellt habe. Bürgermeister Michael Lotz ging in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Donsbacher Dorfgemeinschaft ein. Froh sei er, dass das neue Dorfgemeinschaftshaus zustande gekommen sei und dies gegen große Widerstände.

Der Einsatz dafür habe sich allemal gelohnt. Mit dem Restaurant Tiergarten habe man dazu eine sehr gute Veranstaltungsstätte. Von daher freue er sich sehr über die Gedenktafel. Ortsvorsteher Klaus Wagner führte aus, dass sich der Ortsbeirat einstimmig für die Aufstellung der Gedenktafel ausgesprochen habe. Leider, so Wagner, habe in 2014 kein Jubiläumsfest stattgefunden. Aber warum, so fragte er in die Runde, könne man nicht ein Fest der Ersterwähnung nach 1105 Jahren feiern. Sodann führte Sina Dietermann die Anwesenden in eine Zeitreise zurück beginnend im Jahre 911. In diesem Jahr wählte der ostfränkische Adel den fränkischen Herzog Konrad den Jüngeren zum Deutschen König. Am 24. April 914 wurde in einer Schenkungsurkunde die neu erbaute Kirche zu Haiger und die dazugehörigen Ländereien dem Walburgsstift in Weilburg übergeben. In dieser Urkunde werden die Grenzen der damaligen Haigerer Mark aufgezeichnet. Und hier wird Donesbach (Donsbach) in der Grenzziehung neben vielen Ortschaften zu ersten Mal erwähnt. Sina Dietermann erwähnte gleichfalls, dass Donsbach in 1959 schon unter der Schirmherrschaft des ehemaligen hessischen Innenministers Schneider die 1000 Jahr Feier nachgeholt hätte. Dank gebühre dem Donsbacher Historiker Günter Gail. Dieser hätte mit seinen Forschungen mit zu der heutigen Feierlichkeit beigetragen. Sodann wurde die Gedenktafel unter Beifall offiziell von Bürgermeister Michael Lotz und Ortsvorsteher Klaus Wagner enthüllt. Die Tafel zeigt zunächst die Jahreszahl 2014 auf. Darunter stehen 1100 Jahre Donsbach und Einweihung neues DGH. Mittig ist der Hausberg der Donsbacher, der Kornberg, abgebildet.

Nach der offiziellen Einweihung konnte dann eine sehr gute Erbsensuppe im Restaurant des Donsbacher Tiergartens genossen werden.


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