Er will siegen, sie erforschen

UMFRAGE Laut Studie spielen Männer und Frauen aus anderen Gründen Videospiele

Männer wollen sich in Computerspielen mit anderen Spielern messen und virtuelle Welten auseinandernehmen, Frauen wollen vor allem Missionen und Rätsel lösen und sich in die Spielfigur und -welt hineindenken.

Je älter der Spieler wird, desto mehr rückt der Faktor "Wettkampf" in den Hintergrund

Zu dieser Erkenntnis sind Nick Yee und Nicolas Ducheneaut vom Projekt "Quantic Foundry" gekommen. Die beiden Forscher griffen auf Ergebnisse aus einer Umfrage unter 250.000 Gamern zurück, bei der diese vor allem Fragen zu ihrer Motivation, ein Videospiel zu spielen, beantworten mussten. Herausgekommen ist ein Ranking, welche Themen bestimmten Gruppen besonders wichtig sind.

Auffälligstes Ergebnis der Untersuchung ist, dass der Antrieb, zu spielen, bei Männern und Frauen ein völlig anderer ist. Die Bereiche "Zerstörung" und "Wettkampf" - bei Männern die beiden meistgenannten Motivatoren - landen bei Frauen erst abgeschlagen auf den Plätzen sechs und acht von insgesamt zwölf Rängen.

Immerhin taucht bei beiden Geschlechtern jeweils in den Top drei der Punkt "Fertigstellung" auf. Bedeutet: Sowohl viele männliche als auch weibliche Zocker wollen so viel wie möglich aus einem Spiel "herauspressen" - sie versuchen, jede Mission abzuschließen, wollen möglichst jeden Gegenstand sammeln und alle verborgenen Plätze finden.

Weiteres interessantes Detail: Der Antrieb der Gruppen "männliche Spieler" und "Spieler im Alter von 13 bis 25 Jahre" ist laut Studie auf den ersten fünf Plätzen deckungsgleich. In der Gruppe der älteren Spieler (36+) ist der Motivator "Fantasie" Trumpf. Der "Wettkampf" spielt auf Platz neun eine untergeordnete Rolle.


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