Erinnerungen an die Bundeswehr

Jubiläum Kameraden- und Freundeskreis trifft sich nach 25 Jahren in früheren Kasernen

Zur 25-Jahrfeier trafen sich Mitglieder des Kameraden- und Freundeskreises vor dem restaurierten Denkmal der ehemaligen Unteroffiziersschule in der Spilburg. (Foto: Walter-Hubert Schmidt)

Bei der ersten Reduzierung der Streitkräfte nach der Wende hatte es die Panzergrenadierbrigade 13 getroffen, die in der Sixt-von-Armin- und Spilburg-Kaserne untergebracht war. Damals erreichte der Kameraden- und Freundeskreis der ehemaligen Garnison Wetzlar die Personalstärke eines verstärkten Heimatschutzbataillons von 660 Mitgliedern. Beinahe jeder zweite Berufs- und Zeitsoldat, aber auch mancher Wehrpflichtige fand zu uns“, erinnerte sich der stellvertretende Vorsitzende, Oberst d.R. Karl-Heinz Reitz, der neben Magistratsmitglied Günter Schmidt Oberst Willi Dechert und Brigadegeneral a.D. Rainer Thiel begrüßte.

Verschrieben hat sich der Verein der Pflege der Kameradschaft und im Bedarfsfall der Betreuung der Einzelnen, der Verbindung zu befreundeten Organisationen wie dem Bundeswehrverband oder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, der Information und Fortbildung. Heute entspreche die Mitgliederzahl noch immer der Stärke eines Panzerbataillons von 360 Soldaten, so Reitz.

Nur wenige Gebäude sind übriggeblieben

Oberstleutnant a.D. Bernd Kraft führte die ehemaligen Soldaten der Garnison durch die frühere Spilburg-Kaserne. Viele erinnerten sich an die Gebäude, in denen sie bis zur Auflösung Dienst getan hatten. Nachmittags zeigte Reitz an der Erinnerungstafel in der ehemaligen Sixt-von-Armin-Kaserne die Veränderungen. Nur noch wenige Gebäude erinnern dort heute an die Bundeswehr.

Der Kameraden- und Freundeskreis gründet seine Tradition auf die Bundeswehr, die von 1956 bis 1992 das Wetzlarer Stadtbild prägte. Reitz betonte, die Vereinsmitglieder hätten keinen Bezug zur Wehrmacht, sie wollten an die Geschichte der Bundeswehr an einem ihrer größten Standorte der Bundesrepublik erinnern.

Überschattet wurde die Feierstunde vom plötzlichen Tod des Vorsitzenden des Kameraden- und Freundeskreises, Stabsfeldwebel d.R. Horst Fey, nur wenige Tage zuvor. „Es sollte eigentlich ein Tag der ungeteilten Freude sein, mit guten Gesprächen und einem kleinen angemessenem Rahmenprogramm“, so Reitz. „Wir feiern auch in seinem Sinne“.


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