Ernst Tropp zeigt seine Arbeiten im Herborner Rathaus

"Imaginäre Landschaften und sonstige Phantastereien" - Ur-Herborner zeigt fremde und doch vertraute Motive

"Imaginäre Landschaften und sonstige Phantastereien: Der Herborner Künstler Ernst Tropp zeigt derzeit im Herborner Rathaus-Foyer einige seiner jüngst entstandenen Bilder.

(Foto: Kordesch)

Seine Werke tragen keine Titel, und er hüllt sich in Schweigen darüber, was sie darstellen oder was er mit ihnen ausdrücken möchte. Ist das goldgelbe diffuse Licht am Horizont die über einem Strand versinkende Urlaubssonne oder das Leuchten eines fernen Sterns auf die Wüstenei eines unendlich weit entfernten Planeten?

Tropp verweist auf den Titel seiner Ausstellung - "Imaginäre Landschaften und sonstige Phantastereien" - und überlässt dem Betrachter das Urteil darüber, was er sieht. "Die Motive sind meistens frei erfunden", sagt er nur. Anregungen bekomme er manchmal durch ein gutes Foto, das er dann maltechnisch umgestalte.

Es komme ihm auf die "unfassbare, unergründliche Fremdheit des Wechselspiels zwischen den Elementen an, die sich zu einem visionären Eigenleben verdichten", erklärt er. Die Elemente Wasser, Luft und Licht spielen eine große Rolle in seinem künstlerischen Schaffen, gesteht der Autodidakt noch ein, der zweimal lange Jahre Vorsitzender der Herborner Künstlergilde war, die er seinerzeit mitbegründet hat. Im Vorjahr ist er aus Altersgründen ausgeschieden.

Das hindert ihn aber nicht daran, in seinem heimischen Atelier weiterzuarbeiten: Die im Rathaus ausgestellten Bilder sind sämtlich jüngeren Datums, die Schaffenskraft des Künstlers ist ungebrochen. Nach wie vor arbeitet er überwiegend mit Ölfarben, aber gewöhnlich ohne Pinsel: Er benutzt Lappen und Spachtel, in erster Linie aber seine Finger zum Auftragen der Farbe auf die Leinwand.

Dabei entstehen auch großformatige Bilder mit einer umso intensiveren Ausdruckskraft, die aber leider nicht in der Vitrine gezeigt werden können. Immerhin ermöglichen auch die "Miniaturen" eindrucksvolle Gedankenreisen - ob nun an den Urlaubsstrand oder in die fremden Welten anderer Galaxien. Noch bis Anfang August ist das zu den Öffnungszeiten des Rathauses (montags bis donnerstags 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr) im Foyer (Eingang Marktplatz) möglich. (klk)


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