Erntedank im alten Kloster

MARKT Altenberg stand ganz im Zeichen der Kräuter

Kunsthandwerk, Gartenacessoires und vieles mehr bot der Erntedankmarkt. Viele hundert Menschen kamen, um zu schauen und zu kaufen.

Neben Kräutern in großer Auswahl lockten auch Erzeugnisse heimischer Handwerkskunst sowie eine Vielfalt an Führungen und Fachvorträgen zu Themen rund um die Kräuter. Über 40 Stände säumten das Klostergelände. Kräuterzubereitungen gab es in fester, flüssiger oder cremiger Form. Neben einer großen Auswahl an Keramik, farbenfrohen Erzeugnissen der Scherenschnitttechnik, handgefertigter Kinderkleidung, detailreichem Schmuck, boten auch Aquarellmaler, Stuhlflechter, Filzer, Steinmetze und Holzkünstler ihre Werke an. Manchem konnte man auch bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Abgerundet wurde die Angebotsvielfalt durch kulinarische Leckereien und Produkte aus ökologischem Anbau, die in geselliger Runde gleich vor Ort verzehrt doppelt gut schmeckten. So gab es herzhafte Kürbis- oder Kräutersuppe.

n Kräuter, Kunst, frisches Brot und 120 Sorten Marmelade

Am Stand von Edith Ronge aus Butzbach zogen 120 Sorten Marmelade in unterschiedlichsten Geschmacksvariationen von A wie Ananas-Ingwer über Tomate-Vanille und Kürbis-Apfel-Zimt bis Z wie Zitronenmelisse die Blicke auf sich.

Bäcker Ernst Bernhardt aus Bonbaden bot unter anderem Sauerteigbrot aus dem holzbefeuerten Steinofen an. Neben dem mit Bergbohnenkraut gewürzten "Herbstbrot" mit Kürbis und Ingwer standen bei den Besuchern auch "Kürbisstuten" und Vollkorn-Früchtebrot hoch im Kurs.

In stündlichem Rhythmus standen auch Führungen und Fachvorträge auf dem Programm und erfreuten sich unter den Besuchern großer Beliebtheit. Anja Böhme von der Lumdataler Natur- und Kräuterschule führte Interessenten zum Thema "Herbstzeit: Über heilende Früchte und Farben", Heilpraktikerin Monika Schäfer informierte über Arnika und Beinwell. Beatrix Weisel nahm Interessenten mit auf eine Kräuterführung, und Hartmut Pritschke berichtete über die Wirksamkeit von Heilkräutern und alten Hausrezepten.

Bei dem Vortrag von Holger Kullman-Steigel stand die Knoblauchzehe im Mittelpunkt. Der Fachmann hatte auch den ein oder anderen Tipp für Gartenfreunde parat. Knoblauch braucht zum Anwachsen die Kälte und so ist jetzt unmittelbar vor dem Winter die richtige Zeit zum Pflanzen im Garten, erklärt Kullman-Steigel.

Auch Geograph Michael Brodda von der Lichtenborner Topfkräutergärtnerei gab den Besuchern Tipps im Umgang mit der eigenen Kräuterzucht und hatte ebenfalls die ein oder andere Anekdote parat.

Eine Kaffeetafel im großen herbstlich geschmückten Klosterinnenhof bot eine reichhaltige Auswahl an Kuchen, die die Organisatoren von der Königsberger Diakonie und vom Königsberger Diakonissen-Mutterhaus selbst gebacken hatten, und rundete den abwechslungsreichen Erntedanktag auf dem Altenberg ab.


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