Erst schwätzen, dann schweigen und schnaufen

AKTION Beim ersten Leistungstest auf der Bahn und im Feld zeigt sich, wie fit die Mittglieder des Team WNZ sind
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70 der inzwischen 111 gemeldeten Team-WNZ-Mitglieder gingen beim Training am Wochenende an den Start. 36 vom Lehmenkaut in Naunheim aus rund um Felder und Wald, die übrigen 34 auf der Laufbahn an der Wetzlarer Goetheschule zum ersten Leistungstest, einem sogenannten Crescendo-Lauf, anhand dessen jeder anschließend seinen persönlichen Leistungsstand ablesen konnte. Der Crescendo-Lauf eignet sich hervorragend für schon etwas erfahrenere Läufer zur Standortbestimmung, also zur Beantwortung der Frage: "Wie fit bin ich eigentlich?"

Angeleitet von Laufprofi und -lehrer Ralf Heinbach von der Laufschule Dauerlauf Mittelhessen gingen die Bahnläufer mit einer Startgeschwindigkeit von 6:35 Minuten pro Kilometer auf ihre Runden. Nach jeweils 1200 Metern beziehungsweise drei Runden wurde das Tempo um 15 Sekunden gesteigert. Mit steigender Geschwindigkeit stiegen auch Anstrengung und Puls. Jede und jeder hielt so lange mit, bis es ihr oder ihm zu viel wurde. Wo auf den ersten gemächlicheren Runden noch angeregte Gespräche stattfanden, wichen diese mit zunehmendem Tempo bald einem Schweigen, bevor dieses wiederum von heftigem Schnaufen abgelöst wurde.

"Aber so muss das sein, damit man erlebt, wie sich die Fitness verbessert", sagte Thomas Henopp, Vorsitzender von Team Naunheim. Der Verein betreut die Team-WNZ-Läufer mit mehr als einem Dutzend ehrenamtlicher Laufbetreuer professionell bis zu ihrem Ziel, dem Start beim Lahnpark-Lauf am 21. September.

Die unerfahreneren Läufer wurden von Team Naunheim diesmal auf ihrer Runde bei Naunheim in drei Leistungsgruppen aufgeteilt.

Bevor Laufen zur Gewohnheit wird, gibt es eine gefährliche Übergangsphase

"Um noch besser auf Leistungsunterschiede reagieren zu können und um die Leute noch dichter zusammenzubringen", erklärte Thomas Henopp. Die Unterstützung der "Neuen" sei sehr wichtig, sagt der Vereinschef. Aus Erfahrung weiß er: Das Problem vieler Laufanfänger ist, dass sie wieder aufhören, bevor das Laufen für sie zur Gewohnheit geworden ist." Henopp spricht von einer "gefährlichen Übergangsphase, in der man noch nicht über den Berg ist und jede Ausnahme schnell zur Regel werden kann". Und wie merkt man, dass man über den Berg ist? "Ganz einfach", sagt Henopp: "Wer nach einigen Monaten zu einer Familienfeier darf und froh ist, nicht laufen zu müssen, ist noch nicht über den Berg. Andererseits: Wer den Ausfall des Lauftrainings kompensiert, einen Ersatz sucht oder sogar später zur Feier geht, um vorher noch zu laufen, der ist über den Berg."

Das nächste Training für das Team WNZ findet wie gewohnt heute, Mittwoch, 21. Mai, mit der abendlichen Runde statt. Wir treffen uns um 18.15 Uhr am Lehmenkaut bei Wetzlar-Naunheim.

Nach den Anfänger-Gruppen A und B werden dann auch die schnelleren Läufer der C und D neu in drei Gruppen eingeteilt. Sie sollen dann - je nach Leistungsstand - 7, 8 oder 10 Kilometer in einer Stunde laufen.

Das Samstagstraining findet wieder um 14.30 Uhr (Treffen um 14.15 Uhr) ab Lehmenkaut statt. Die fortgeschrittenen Team-Mitglieder, die den Halbmarathon zum Ziel gemacht haben, gehen am Sonntag ab 9.30 Uhr vom Festplatz Naunheim am Lahnsteg auf eine lange Runde.


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