Fehlen Ärzte in der Gemeinde?

PARLAMENT Diskussion über Versorgung

Anlass war die Anfrage der Bürgerliste an Bürgermeister Michael Franz (parteilos), wie es um die Ärzteversorgung in der Gemeinde bestellt sei. Franz sagte, dass es derzeit viereinhalb Arztstellen in der Gemeinde gebe. Zuständig für die Ärzteversorgung sei die Kassenärztliche Vereinigung (KV), erklärte der Bürgermeister. Die habe derzeit eine 110-prozentige Versorgung festgestellt, berichtete Franz. Informationen, nach dem ein Mediziner nicht mehr praktiziere, konnte Franz noch nicht bestätigen. Er sagte zu, dies nachzufragen und bei der nächsten Sitzung eine aktualisierte Übersicht vorzulegen. Selbst mit einer Stelle weniger ergebe sich aber eine Abdeckung von 3,5 Stellen. Er dämpfte so Hoffnungen, dass dadurch sofort eine neue Stelle besetzt werden könne. "Selbst wenn das so ist, ergibt sich immer noch keine Unterversorgung nach den Kriterien der KV", erklärte Franz. In einem Gespräch mit dem Gesundheitsamt habe er Tipps bekommen, wie es einer Gemeinde gelingen könne, Mediziner anzuwerben. Dies gelänge jedoch nur langfristig. Es gelte eine ausreichende Kinderbetreuung zu gewährleisten, um so für junge Ärzte die Arbeit auch mit dem Familienleben vereinbar zu gestalten. Außerdem sei es für Mediziner wichtig, dass eine Gemeinde stabile oder sogar wachsende Bevölkerungszahlen habe, damit eine Praxiseröffnung rentabel sei.

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