Fledermäuse in altem Luftschutzstollen

Tierschutz Quartier für „Braunes Langohr“

Dieses Braune Langohr überwintert derzeit im ehemaligen Luftschutzstollen am Ortenberg in Marburg. (Foto: Stadt Marburg)

Jetzt zeigt sich ein erster Erfolg: Ein Braunes Langohr hat im „Tannhäuser“ überwintert. Das teilt die Untere Naturschutzbehörde der Stadt mit. Die unterirdischen Gänge des Stollens befinden sich im Hang des Ortenbergs zwischen Waggonhalle und Ortenbergsteg. Die Eingänge wurden bereits in den 1980er Jahren zum Schutz der überwinternden Fledermäuse vergittert. Bei Kontrollen fanden sich regelmäßig einzelne Tiere der Arten Braunes Langohr und Fransenfledermaus.

Im Lauf der Jahre waren die Gänge allerdings zunehmend einsturzgefährdet, so dass Sicherungsmaßnahmen erforderlich wurden. Die Stollen wurden deshalb im Jahr 2015 verfüllt. Das gesetzlich geschützte Fledermaus-Winterquartier blieb erhalten: Die vorderen zehn bis 15 Meter der beiden noch vorhandenen Stollen wurden erhalten und gesichert.

Als Verstecke für Fledermäuse wurden Hohlblocksteine angebracht. Außerdem wurde eine Mauer mit Lücken errichtet. Zur Optimierung des Kleinklimas wurde zudem Betonrohr in die Eingänge geschoben, mit Erde bedeckt und vergittert.

Darüber hinaus wurde die Situation weiterer dort überwinternder Tiere verbessert: Für den Feuersalamander, der am Ortenberg vorkommt und ebenfalls zu den gefährdeten Arten zählt, wurde der Boden mit Rindenmulch bedeckt. Außerdem wurde für ihn ein Steinhaufen als Versteck und Überwinterungsort angelegt. (red)


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