Fotografien reißen die Besucher aus der Tristesse

Bergbaumuseum  Die Ausstellung „Maritim“ von Holger Daberkow eröffnet / Motive vor allem von Nord- und Ostsee

Maritime Motive zeigt Holger Daberkow in Weilburg. Unverkennbar ist die neue Elbphilharmonie in Hamburg. (Repro: Gorenflo)

Die Ausstellung heißt „Maritim“ und die Fotografien reißen die Besucher aus der Tristesse des Novembers heraus und entführen in eine Welt voller Farben. Der Fotograf Holger Daberkow hat seine Arbeiten in über 60 Ausstellungen präsentiert, nun zum zweiten Mal in Weilburg.

Daberkow ist in Essen geboren und lebt heute in Wetzlar. Er betätigt sich unter anderem als freier Pressefotograf und hat Fotos in unterschiedlichen Publikationen veröffentlicht.

„Meine Motive für diese Ausstellung fand ich vor allem an der Nord- und Ostsee“, sagt Daberkow. Wobei sich ein oder zwei Bilder aus Mallorca dazwischen gemogelt haben. Dabei fotografiert Daberkow nicht nur konventionell, er benutzt auch eine entsprechende Technik und dreht während des Auslösens die Kamera. So entstehen Bilder mit Verfremdungseffekt und einer eigenen Dynamik.

„Tauchen Sie in die Bilder ein“

Nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was der Fotograf auf seinem Foto abgelichtet hat, denn er fotografiert gerne nur Details. Zu sehen sind in der Ausstellung natürlich viele Bilder mit Schiffen, Fischernetzen und immer wieder Meer, Meer, Meer. Oft vereinen sich in einer Fotografie Schärfe gepaart mit Unschärfe.

Neben dem Thema „Maritim“ widmete sich der Fotograf auch der „Industriekultur“, „Händen“, „Arbeit/Technik“, „Mallorca“ und „Rost“.

Die Ausstellung „Hände“ wurde zuerst im Hessenpark in Neu-Anspach gezeigt und wandert nun durch die ganze Republik.

Aktuell zu sehen sind seine Arbeiten nicht nur im Bergbau- und Stadtmuseum, sondern auch in der Galerie des Wetzlarer Kunstvereins. Dort ist die Ausstellung „Leitz-Park“ zu sehen, in der Galerie in der Raumwerkstatt die Ausstellung „Verwelkt“ und „Arbeit“ im Leitz-Park, jeweils in Wetzlar.

„Tauchen Sie in die Bilder ein und kommen Sie ins Gespräch mit dem Fotografen und den Besuchern“, forderte Museumsleiter Holger Redling die Gäste auf, die das gerne taten und bei einem Gläschen Wein die Fotografien betrachteten, sich austauschten und mit Daberkow über seine Bilder redeten. (sago)


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