Für die "Schnüren" wird viel geboten

KIRMES Versteigerung ist Höhepunkt des zweitägigen Festes in Dexbach

Überraschung mit neuen "Schnüren" gelungen: Sarah Damm (links) und Sabrina Specht mit Christoph Belz, der 130 Euro für die rote Schleife zahlte.

Zug durch das Kirmesdorf mit Burschenoberst Marcel Weissbenner und dem Musikverein Löhlbach. (Fotos: Kempe)

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Extra ein wenig hinausgezögert hatte Auktionator Stephan Inerle den Beginn der traditionellen Versteigerung der Kirmes-Schleifen, die man hier "Schnüren" oder "Schnuren" nennt. Es lagen nur drei gestickte Kunstwerke von Jessica Wagner, Pascale Schneider und Janina Beltz vor. Der Musikverein Löhlbach begleitete diesen Teil des Nachmittages. Erstmals bei der Dexbacher Kirmes zugegen, ersteigerte Paul Neumann aus Rheda-Wiedenbrück für 110 Euro die erste Schleife in rot. Achim Weiß bekam die orangene Schleife für 140 Euro. Und Ortsvorsteher Manfred Wagner zahlte 150 Euro für die letzte Schnüre des "offiziellen Teils".

Dann lenkte der Auktionator die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher auf den Zelteingang. Von dort kamen zwei bunt gekleidete junge Damen zur Bühne. Beide trugen formvollendet eine gestickte Schärpe: eine rote, eine grüne, die dann zusätzlich zur Versteigerung kamen.

Sarah Damm und Sabrina Specht, die schon in der Vergangenheit zu den fleißigen Stickerinnen gehört hatten, waren während eines Aufenthaltes in China auf die Idee gekommen, sich diesmal ihre Schnüren "maschinell" fertigen zu lassen. Christoph Belz, der aus Coburg eigens zur Kirmes in seinen Heimatort gereist war, zahlte 130 Euro. Gerhard Brühl bekam die andere Schärpe für die Männergesellschaft. Er legte dafür 135 Euro auf den Tisch.

Komplettiert wurde die Zeremonie durch die Versteigerungen des Kirmesbaums, der für 85 Euro an Oliver Plank ging. Die von Gärtnermeister Horst Günther aus Wetter gestifteten Blumenkästen brachten  200 Euro ein. Dieser Betrag wird auf Wunsch von Günther der Kinderkrebsstation des Marburger Uniklinikums zur Verfügung gestellt. In einem kurzen Grußwort richtete Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) Dankesworte an die Burschen- und Mädchenschaft als Ausrichter der Kirmes und Bewahrer überlieferter Traditionen.

n Die Burschen feiern ausgiebig

Er appellierte gleichzeitig an die Bevölkerung, künftig durch noch mehr Beteiligung an dem Fest das Brauchtum nicht vergessen zu lassen.

Begonnen hatte die Kirmes am Samstag mit dem Burschenschaftsabend im randvoll besetzten Festzelt. Dabei sorgte die "Franken Connection" für beste Unterhaltung für die Veranstalter und ihre Gäste aus mehr als einem Dutzend befreundeter Burschenschaften aus der näheren und weiteren Nachbarschaft.

Am Sonntagvormittag wurden mit dem traditionellen Umzug durch das Dorf mit Burschenoberst Marcel Weissbenner an der Spitze der Kirmesbaum gelegt und die daran befindlichen "Schnüren" ins Festzelt geholt.


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